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Antibiotika­entwicklung in Leipzig

Donnerstag, 12. April 2012

Leipzig – Zwei Substanzfamilien gegen spezielle Bakterieninfektionen haben Wissen­schaftler im Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum (BBZ) der Universität Leipzig entwickelt. Diese beiden neuen Substanzklassen werden nun zusammen mit der Firma AMP-Therapeutics GmbH, einer Ausgründung aus der universitären Arbeits­gruppe, weiter entwickelt. Die Firmen Boehringer Ingelheim und Novartis beteiligen sich mit ihren sogenannten Venture Funds daran.

„Die Antibiotikaentwicklung ist wie ein Wettlauf mit der Zeit, bei dem die Bakterien in letzter Zeit einen Vorsprung gewinnen konnten“, sagte Ralf Hoffmann vom Biotechnologisch-Biomedizinischen Zentrum. Der durch den breiten Einsatz von Antibiotika ausgelöste evolutionäre Druck habe in der Folge extrem resistente Keime hervorgebracht.

Ausgangspunkt des Leipziger Ansatzes sind „antimikrobielle Peptide“, die viele Organismen einschließlich Insekten, Säugetieren, Reptilien und Pflanzen als Schutz vor Infektionen bilden. „Da Keime bisher diese Schutzmechanismen nicht überwinden konnten, besteht eine gewisse Hoffnung, daraus neue, zuverlässige Wirkstoffe, also Arzneimittel, zu entwickeln“, so Hoffmann.

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Die Leipziger Wissenschaftler haben aus zwei antimikrobiellen Peptiden, die ursprünglich aus der Honigbiene und der Milchkrautwanze stammen, in den vergangenen sechs Jahren zwei Substanzfamilien zur systemischen Behandlung Gram-negativer Bakterieninfektionen entwickelt, so Hoffmann.

© hil/aerzteblatt.de

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