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Progenerika-Fakten­check: Rabattverträge behindern Wettbewerb im Generikamarkt

Freitag, 13. April 2012

Berlin – Anlässlich des fünfjährigen Bestehens der Rabattverträge hat der Verband Pro Generika das Berliner IGES-Institut beauftragt, deren Auswirkungen auf den Wettbewerb im Generikamarkt zu  untersuchen. Die Analyse ergab, dass die Rabattverträge den Wettbewerb nicht fördern, sondern stattdessen die Marktkonzentration weiter verstärken.

Laut IGES hängt der Wettbewerb im patentfreien Arzneimittelmarkt grundlegend davon ab, wie viele Unternehmen mit ihren Arzneimitteln auf dem Markt präsent sind. Je höher die Anzahl der Generikaanbieter, umso intensiver ist der Wettbewerb und umso rascher kommt es zu deutlichen Preissenkungen. Rabattverträge trügen dagegen nicht zu mehr Wettbewerb, sondern allenfalls zu einer höheren Marktkonzentration bei. Diese münde wiederum in einer geringen Wettbewerbsintensität. 

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So lag die Marktkonzentration laut IGES-Analyse 2008 zwar in knapp der Hälfte der untersuchten Generikamärkte bereits über dem wettbewerbsbremsenden Schwellenwert, 2011 sei die Konzentration jedoch in fast allen untersuchten Generikamärkten weiter gestiegen.

Gleichzeitig bremse das Rabattgesetz den Wettbewerb nach Patentablauf eines Medikaments. „Besteht ein Rabattvertrag des Erstanbieters über den Patentablauf hinaus, kommt es zu einer messbaren Behinderung des Generikawettbewerbs. Hingegen kommt die Marktdurchdringung von Generika sehr rasch voran, wenn sie nicht durch einen solchen Vertrag eingeschränkt wird“, so das IGES.

Für Bork Bretthauer, Geschäftsführer von Pro Generika, ergibt sich daraus unmittelbarer politischer Handlungsbedarf: „Die Bundesregierung hat entschieden, an Rabattverträgen grundsätzlich festzuhalten. Jetzt muss es darum gehen, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass für alle Marktteilnehmer faire und gleiche Wettbewerbschancen gelten.“ © hil/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #98372
Thelber
am Samstag, 14. April 2012, 15:34

honi soit qjui mal y pense ...

... sagte einmal ein kluger Mann. Hier trifft das sicher auch zu.
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