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Medizin

Schlaganfall: Deutliches familiäres Risiko

Freitag, 13. April 2012

Stockholm – Geschwister von Schlaganfall-Patienten haben ein signifikant erhöhtes Risiko selbst einen ischämischen Schlaganfall zu erleiden. Dies gilt einer Studie in Circulation: Cardiovascular Genetics (2012; doi: 10.1161/​CIRCGENETICS.111.962241) zufolge vor allem bei Erkrankungen vor dem 55. Lebensjahr.

Die Gruppe um Erik Ingelsson vom Karolinska Institut in Stockholm hat die Klinik- und Sterberegister des Landes ausgewertet und dabei 30.735 Personen mit einem an Schlaganfall erkrankten oder verstorbenen Geschwister mit 152.391 Erwachsenen ohne Schlaganfall in der Familie verglichen.

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Ergebnis: Eine Erkrankung bei einem Vollgeschwisterkind erhöhte das eigenen Erkrankungsrisiko um 64 Prozent, bei Halbruder oder -schwester war es noch um 41 Prozent erhöht. Wenn der Schlaganfall des Geschwisterkindes bereits vor dem 55. Lebensjahr auftrat, was bei einem Schlaganfall ungewöhnlich ist, war das Risiko sogar verdoppelt.

Die Ergebnisse sprechen für ein genetisches Risiko, schließen nach Auskunft von Ingelsson einen schädlichen „Umwelteinfluss“ jedoch nicht aus, da der Lebensstil innerhalb von Familien oft ähnlich ist. Der Forscher rät deshalb, den ischämischen Schlaganfall eines Geschwisters zum Anlass zu nehmen, die modifizierbaren Risikofaktoren zu meiden. © rme/aerzteblatt.de

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