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Politik

Land investiert 230 Millionen Euro für Krankenhausbau

Dienstag, 17. April 2012

Stuttgart – Mit einem dreistelligen Millionenbetrag will die Landesregierung in diesem Jahr 18 Bauprojekte an Krankenhäusern vorantreiben. Das heute vom Kabinett beschlossene Krankenhausbauprogramm sieht Investitionen in Höhe von 230 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt vor.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) sprach von einem „großen Schritt" zur Verbesserung der Zukunftsfähigkeit der Krankenhausversorgung im Land. Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) fügte hinzu, es würden wie schon im vergangenen Jahr 45 Millionen Euro mehr investiert als ursprünglich vorgesehen.

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Nach Angaben der Ministerin wären an den Krankenhäusern im Südwesten Investitionen in Höhe von rund einer Milliarde Euro nötig. Grün-Rot wolle darauf hinarbeiten und dafür wie im Koalitionsvertrag vereinbart bis 2016 die Investitionsmittel schrittweise erhöhen.

Das Krankenhausbauprogramm sieht die Förderung von Neubauten und Sanierungen vor. Rund 49 Millionen Euro gehen in Neu- und Umbauarbeiten am Kreisklinikum Crailsheim. In Karlsruhe wird für 46 Millionen das Institutszentrum am Klinikum neu errichtet. Darüber hinaus finanziert das Land am Krankenhaus Bad Cannstatt mit knapp 60 Millionen Euro den Neubau des Zentrums für seelische Gesundheit.

Weitere 41 Millionen Euro gehen in Mannheim ans Theresienkrankenhaus und die St. Hedwigs-Klinik. In Oberndorf wird das SRH Krankenhaus saniert. Das Stuttgarter Marienhospital erhält 36,5 Millionen Euro für Erweiterung sowie Umbau der Intensiv- und OP-Abteilung.

Drei Krankenhäuser sind Alternativprojekte
Vorerst leer gingen das Klinikum Heidenheim, die DRK-Klinik Baden-Baden und die Klinik Tettnang aus. Sie wurden als Alternativprojekte benannt, die aufgegriffen werden, sollten sich bei der Bauentwicklung finanzielle Spielräume ergeben.

Der Vorsitzende des Arbeitskreises Soziales der Grünen im Landtag, Manfred Lucha, führte an, Baden-Württemberg verfüge zwar über einen Spitzenplatz in der Krankenhausversorgung. Allerdings hätten viele Krankenhäuser in Baden-Württemberg mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen. Der Investitionsstau von mehr als einer Milliarde Euro der schwarz-gelben Vorgängerregierung müsse nun abgebaut werden.

Der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Jochen Haußmann, sagte, der Versuch, auf die alte Landesregierung zu schimpfen, die einen angeblich so hohen Investitionsstau hinterlassen habe sei „geradezu hilflos". Er fügte hinzu, das vorgestellte Programm sei ein trauriger Beweis dafür, dass die Versprechungen von Grünen und SPD nach der Wahl nicht mehr viel wert seien. © dapd/aerzteblatt.de

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