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IQWiG sieht Zusatznutzen für Belatacept und Rilpivirin

Dienstag, 17. April 2012

Köln – Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) sieht einen Hinweis auf einen geringen Zusatznutzen des Wirkstoffes Belatacept (Handelsname Nulojix®) bei Erwachsenen mit Transplantaten von Spendern, die nach sogenannten Standardkriterien ausgewählt waren.

Belatacept ist seit Juni 2011 zugelassen, um einer Abstoßungsreaktion des Körpers bei Erwachsenen vorzubeugen, die eine Nierentransplantation erhalten haben. Bei den Patienten traten laut IQWiG schwerwiegende Nebenwirkungen wie Harnwegsinfektionen oder Lungenentzündungen seltener auf, und sie brachen die Behandlung seltener wegen Nebenwirkungen ab.

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In zwei weiteren Bewertungen prüfte das IQWiG den Wirkstoff Rilpivirin gegen HIV. Es gibt ihn als Monopräparat (Handelsname Edurant ®) und in fester Kombination mit anderen HIV-Medikamenten (Handelsname Eviplera ®). Laut dem Institut gibt es Belege, dass Rilpivirin als Einzelwirkstoff Männern, die mit HIV-1 infiziert sind, einen beträchtlichen Zusatznutzen bietet.

Für Frauen liefern die verfügbaren Studien entsprechende Hinweise. Für die Fixkombination lässt sich aus dem Dossier des Herstellers ein Zusatznutzen laut IQWiG dagegen nicht ableiten. Denn im Unterschied zum Hersteller des Monopräparats habe der Hersteller des Kombinationspräparats die Studiendaten nicht in angemessener Weise ausgewertet. Sein Dossier sei deshalb inhaltlich unvollständig, hieß es aus dem IQWiG. © hil/aerzteblatt.de

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