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Pharmaunternehmen soll Onkologen bestochen haben

Mittwoch, 18. April 2012

Hannover – Für die Verschreibung von Krebsmedikamenten soll ein bayerisches Pharmaunternehmen 1,5 Millionen Euro Provision an zahlreiche Onkologen gezahlt haben. Die Geschäfts- und Privaträume des Unternehmens sowie von 49 Onkologen und 18 Apothekern aus 13 Bundesländern seien am Mittwoch durchsucht worden, teilte die Staatsanwaltschaft Hannover mit. Dabei seien Computerdateien und umfangreiche schriftliche Unterlagen sichergestellt worden.

In den Fällen ist den Angaben zufolge auch ein Beratungsunternehmen aus dem Landkreis Hildesheim verwickelt. Es soll die Provisionen als Honorare für Anwendungsstudien getarnt haben. Den involvierten Apothekern wird vorgeworfen, die Umsatzlisten der verkauften Medikamente an die Beratungsfirma weitergeleitet zu haben. Gegen alle Beteiligten wird von der Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt. © dapd/aerzteblatt.de

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