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Private Kran­ken­ver­siche­rung mit wachsendem Marktanteil

Mittwoch, 18. April 2012

Berlin – Die Private Kran­ken­ver­siche­rung (PKV) hat nach eigenen Angaben 2011 zahlreiche Neukunden gewonnen. Demnach verzeichnete die PKV im vergangenen Jahr einen Zuwachs von rund 80.800 auf 8,98 Millionen Versicherte. Dies entspricht einem Plus von einem Prozent. Damit werde deutlich, dass alle Spekulationen über angebliche Abwanderungen falsch seien, betonte der Vorsitzende des PKV-Verbandes, Reinhold Schulte, heute in Berlin.

Auch bei den Zusatzversicherungen habe es mit 541.500 Neuverträgen deutliche Zuwächse gegeben. Insgesamt sei der Bestand damit um 2,5 Prozent auf 22,51 Millionen Zusatzversicherungen gestiegen. Besonders für Pflegezusatzversicherungen gebe es eine erhöhte Nachfrage, hieß es. In diesem Bereich sei ein Plus von 10,8 Prozent verzeichnet worden. Bezogen auf die Gesamtbevölkerung bestehe hier mit 1,88 Millionen Versicherten aber noch immer großer Nachholbedarf, sagte Schulte.

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Ausgabenentwicklung stabil
Die Alterungsrückstellungen stiegen den Angaben zufolge in der privaten Kran­ken­ver­siche­rung auf 146 Milliarden Euro und in der privaten Pflegeversicherung auf 24 Milliarden Euro - also insgesamt auf 170 Milliarden Euro. Das sind 7,6 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Die Ausgaben in der PKV blieben im vergangenen Jahr verhältnismäßig stabil. Während die Beitragseinnahmen in der Kranken- und Pflegeversicherung mit einem Plus von 4,3 Prozent auf 34,7 Milliarden Euro kletterten, stiegen die ausgezahlten Versicherungsleistungen in der Kran­ken­ver­siche­rung um 3,7 Prozent und beliefen sich auf 22 Milliarden Euro. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #104249
Senbuddy
am Donnerstag, 19. April 2012, 19:01

Diesen Artikel finde ich sinnvoll...

....weil er mal den Saldo der tatsächlichen Wanderungen zwischen den Systemen PKV und GKV aufdeckt. Und weil er sich damit gegen das "Totreden der PKV" von Seiten des GKV-Verbandes und der Verbraucherschützer stellt. Und auch gegen den ewigen Herrn Lauterbach von der SPD mit seinem "Bürgerversicherungs-Allheilmittel-Fantasien".

Es zeigt sich damit aber einmal mehr, dass der "Medienkrieg" von GKV-Verband und vzbv in dieser Hinsicht nur den Zweck der Verunsicherung Wechselwilliger von GKV zu PKV hatte und hat. Und dass solche Ärzteblatt - Meldungen wie z.B. vom 18.03.12 ("Doris Pfeiffer: Geschäftsmodell der PKVen nicht tragfähig") und 29.03.12 ("vzbv fordert Reform der PKV") zu diesem Thema nicht zu ernst genommen werden sollten.

Viele Grüße
S.
LNS

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