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Politik

Tarifverhandlungen für Unikliniken in Baden-Württemberg gescheitert

Donnerstag, 19. April 2012

Freiburg/Heidelberg/Tübingen/Ulm – Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die zweite Verhandlungsrunde über den Tarifvertrag der nichtärztlichen Beschäftigten an den Universitätsklinika in Baden-Württemberg ohne Ergebnis abgebrochen. Die Gewerk­schaft lehnte das Angebot der Unikliniken als „in keinster Weise verhandlungsfähig“ ab. Ein zweites Angebot der Arbeitgeber hat die Verdi-Verhandlungskommission ebenfalls als „deutlich zu gering“ zurückgewiesen.

„Obwohl die Vergütung bereits heute mindestens vier Prozent über den Vergütungen in vergleichbaren Kliniken liegt, haben wir ein Angebot unterbreitet, das an die Schmerz­grenze der finanziellen Belastbarkeit geht“, sagte Irmtraut Gürkan, Kaufmännische Direktorin des Universitätsklinikums Heidelberg und Verhandlungsführerin der Uniklinika in Stuttgart.

Das Angebot liegt bei 2,5 Prozent Erhöhung der Vergütung ab 1. Juli 2012 sowie einer Einmalzahlung von 250 Euro. Der Vertrag sollte zwölf Monaten laufen. Die Uniklinika Tübingen und Ulm forderten die tarifvertraglich mögliche Absenkung des Weihnachts­geldes für 2012 von 88 Prozent auf 75 Prozent.

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„Verdi war in keiner Weise bereit, über Inhalte und Höhe des Angebots zu verhandeln und hat lediglich angekündigt, der Tarifkommission das Scheitern der Verhandlungen zu empfehlen“ so Gürkan.

Verdi fordert nach eigenen Angaben für die rund 25.000 Beschäftigten eine Lohner­höhung von 6,9 Prozent, mindestens jedoch 250 Euro. Die Laufzeit soll zwölf Monate betragen. Für die Auszubildenden fordert die Jugendtarifkommission 100 Euro Fest­betrag pro Monat. Außerdem sollen alle Auszubildenden unbefristet übernommen werden. Für die Gewerkschaftsmitglieder will Verdi ein volles 13. Monatsgehalt erreichen, bisher liegt es bei 88 Prozent.  

Die Verhandlungskommission der Gewerkschaft wird nun der Tarifkommission am 23. April empfehlen, das zweite Angebot der Arbeitgeber abzulehnen, die Verhandlungen für gescheitert zu erklären und die Urabstimmung einzuleiten. © hil/aerzteblatt.de

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