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Acht Leitsätze zur Familien­freundlichkeit

Montag, 23. April 2012

Berlin – Viele Institutionen schreiben sich heute familienfreundliche Arbeitsbedingungen für ihre Mitarbeiter auf die Fahne. Aber was ist wirklich familienfreundlich? Eine Antwort hat das Bundesfamilienministerium zusammen mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) erarbeitet und in acht Leitsätzen zusammengefasst. Auf dem Unternehmenstag „Erfolgsfaktor Familie 2012“ haben DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann und der Staatssekretär im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Josef Hecken, sie heute in Berlin vorgestellt.

„Wir brauchen in Deutschland ein neues Verständnis von flexibler Arbeitszeitgestaltung, damit Mütter und Väter Leistung im Beruf und Verantwortung in der Familie besser vereinbaren können“, forderte Hecken.

Die gemeinsam erarbeiteten Leitsätze für eine flexible und familienbewusste Arbeitszeitkultur in Deutschland lauten:

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1. Flexible Arbeitszeitmodelle sind ein Gleichgewicht zwischen betrieblichen Anforderungen und privaten Bedürfnissen– wir suchen mit unseren Beschäftigten gemeinsam passgenaue Lösungen zur Sicherung von Wettbewerbsfähigkeit und Familienfreundlichkeit.

2. Produktivität ist mehr als Präsenz – wir arbeiten an einer Kultur, die Ergebnisse in den Mittelpunkt stellt.

3. Führungsverantwortung und Familienverantwortung müssen miteinander kompatibel sein – wir sind offen für neue Arbeits(zeit)modelle in Führungspositionen und fördern sie.

4. Viele Arbeiten können auch an anderen Orten erledigt werden – wir sind dafür offen und unterstützen mobiles Arbeiten, wann immer es möglich ist.

5. In jedem Erwerbsleben gibt es Phasen mit besonderen familiären Herausforderungen – unser Ziel ist eine bestmögliche Rücksichtnahme und Unterstützung.

6. Von familienbewusster Arbeitszeitgestaltung profitieren nicht immer alle gleich – denen, die ihre Kollegen bei der Vereinbarkeit unterstützen, gebührt unsere besondere Anerkennung und Wertschätzung.

7. Verlässliche Kommunikationszeiten sind unverzichtbar – Präsenztermine und Meetings halten wir deshalb in der Zeit gesicherter Betreuung ab.

8. Nachhaltige Leistungsfähigkeit setzt Pausen voraus – wir respektieren Wochenenden beziehungsweise Zeiten, zu denen Beschäftigte nicht erreichbar sind. © hil/aerzteblatt.de

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