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Politik

Baden-Württemberg: Verbände wollen gemeinsam Zukunft gestalten

Montag, 23. April 2012

Stuttgart– 37 gesundheitspolitische Organisationen und Verbände des Landes Baden-Württemberg haben auf der Gesundheitskonferenz des Landkreistages am Freitag beschlossen, die regionale Gesundheitsversorgung gemeinsam zu gestalten. „Wir wollen im guten Miteinander dafür Sorge tragen, dass die integrierte, koordinierte und regional mitgestaltete Gesundheitsversorgung immer mehr zur Versorgungswirklichkeit wird“, schreiben sie in ihrer Resolution „Gemeinsames Plädoyer für eine regionalisierte Gesundheitsversorgung“.

Auch wenn das generelle Niveau der medizinischen Versorgung in Baden-Württemberg nach wie vor hoch sei, mehrten sich insbesondere in ländlichen Räumen die Anzeichen künftiger Engpässe bei der ambulanten ärztlichen und psychotherapeutischen sowie der pflegerischen Versorgung.

„Sowohl die Versorgungsstrukturen als auch die Krankheitslasten variieren von Ort zu Ort und von Region zu Region. Gut versorgte Regionen mit günstiger Morbiditätsstruktur stehen anderen, typischerweise ländlichen Räumen gegenüber, die von absehbarer Unterversorgung und höherer Krankheitslast bedroht sind“, heißt es in der Resolution.

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Konsens bestehe sowohl in dieser Bewertung als auch in der anzustrebenden Lösung: Durch die Koordination und Integration von Gesundheitsleistungen in sektor- und berufsgruppenübergreifenden Strukturen lasse sich selbst unter den Bedingungen des demografischen Wandels eine qualitativ hochwertige, bedarfsgerechte und wohnortnahe medizinische Versorgung nachhaltig sicherstellen. Dies gelte auch und gerade für die von dieser Entwicklung besonders betroffenen ländlichen Räume.

„Unseren breiten versorgungspolitischen Konsens begreifen wir Akteure des baden-württembergischen Gesundheitswesens nicht nur als Chance, sondern zugleich

als Verpflichtung“, heißt es weiter. „Gemeinsam werden wir uns mit allem gebotenen Nachdruck sowohl konkret vor Ort als auch auf Landes- und Bundesebene dafür einsetzen, dass die Versorgungsrealität von morgen durch ein hohes Maß an Vernetzung und Regionalität geprägt wird.“

Der Gesundheitskongress sei ein gelungenes Beispiel dafür, dass die an der Gesundheitsversorgung vor Ort Beteiligten die Initiative ergreifen und ihrer Verantwortung für eine gute, wohnortnahe Versorgung gerecht werden, lobte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium, Annette Widmann-Mauz (CDU). „Wir brauchen solche Netzwerke, wir brauchen das Miteinander im Gesundheitswesen, um eine bedarfsgerechte Versorgung in allen Teilen des Landes auch in Zukunft zu gewährleisten.“

Die Resolution unterschrieben unter anderem die Lan­des­ärz­te­kam­mer Baden-Württemberg, das Ge­sund­heits­mi­nis­terium des Landes sowie mehrere Ärzte- und Psychotherapeutenverbände, Krankenkassen und kommunale Verbänden. © fos/aerzteblatt.de

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