NewsÄrzteschaftKBV: Ärzte nicht zum Abgleich von Versichertendaten der eGK verpflichten
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

KBV: Ärzte nicht zum Abgleich von Versichertendaten der eGK verpflichten

Montag, 23. April 2012

dpa

Berlin – Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Köhler, hat es abgelehnt, die Vertragsärzte zu einem elektronischen Abgleich der Versichertendaten auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) in den Arztpraxen zu verpflichten. Diese vom Gesetzgeber zurzeit vorgesehene Verpflichtung der Ärzte, die Stammdaten der Versicherten regelmäßig online zu aktualisieren, diene nicht dem Ziel „Medizinqualität statt E-Card-Bürokratie“. Das schrieb Köhler in seinem Grußwort zu der gleichnamigen Veranstaltung des Bündnisses „Stoppt die E-Card“ in der vergangenen Woche.

Die Ver­tre­ter­ver­samm­lung der KBV habe eine solche Verpflichtung abgelehnt, so der KBV-Vorsitzende. Denn diese sei, nach der Praxisgebühr, nur eine neuerliche Verlagerung administrativer Aufgaben der Krankenkassen in die Arztpraxen.

Anzeige

Die KBV fordert stattdessen, dass der Abgleich der Versichertenstammdaten für die Praxen freiwillig bleibt und dass die Krankenkassen verpflichtet werden, eine Möglichkeit zum Online-Stammdatenabgleich zum Beispiel in ihren Filialen anzubieten. Zudem solle sichergestellt sein, dass die Ärzte nicht auf einem Teil der Transaktionskosten sitzen blieben.

„Die KBV ist nicht grundsätzlich gegen die elektronische Gesundheitskarte“, betonte Köhler. „Wir sehen durchaus das Potenzial, das die eGK für Patienten und Ärzte birgt.“ Dazu gehöre etwa ein schneller und unkomplizierter Informationsaustausch, der dabei helfen werde, Ärzten und ihren Medizinischen Fachangestellten Verwaltungsaufwand abzunehmen.

Die KBV setzt sich in der Betreiberorganisation gematik dafür ein, dass der vom Gesetzgeber vorgesehene Onlineabgleich der Versichertenstammdaten nach den Kriterien Praxistauglichkeit, Akzeptanz, Betriebstauglichkeit und Datenschutz von den Ärzten getestet wird. „Darüber hinaus fordern wir, weitere Funktionen zu testen, die für die Ärzte einen echten Nutzen bringen, wie die qualifizierte elektronische Signatur“, so Köhler. © fos/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #98372
Thelber
am Montag, 23. April 2012, 23:23

Gut gebüllt - Löwe ....

Gegen wen dieser Löwe das Maul mit den Zähnen wohl wenden wird ....
LNS

Nachrichten zum Thema

12. November 2018
Berlin – Arztpraxen müssen bis zum 31. März 2019 alle Komponenten für die Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) bestellen und dies ihrer Kassenärztlichen Vereinigung (KV) nachweisen, um keine Honorarkürzungen
Bundestag verlängert Bestellfrist für Konnektoren zur Anbindung an die Tele­ma­tik­infra­struk­tur
12. November 2018
Hamburg – Wissenschaftler am Hamburger Universitätsklinikum Eppendorf wollen psychisch kranken Menschen über ein Onlineprogramm helfen. Dafür haben sie das Versorgungsmodell „Recover“ („gesund
Universitätsklinikum Hamburg erprobt Onlinetherapie für psychisch Kranke
9. November 2018
Darmstadt – Bei der Entwicklung und Anwendung der elektronischen Patientenakte stellt sich immer wieder die Frage nach der Datensicherheit. „Alle heute genutzten Verschlüsselungsverfahren werden in
Langfristige sichere Speicherung von Gesundheitsdaten laut IT-Experten im Augenblick nicht gewährleistet
8. November 2018
Berlin – Die Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte (gematik) hat den dritten Konnektor für den Aufbau der Tele­ma­tik­infra­struk­tur zugelassen. Der Auftrag an die österreichische
Dritter Konnektor am Start
8. November 2018
Berlin – Änderung kurz vor finaler Abstimmung im Bundestag: Niedergelassene Ärzte können noch bis Ende März alle Komponenten für die Tele­ma­tik­infra­struk­tur verbindlich bestellen, bevor
Frist für Bestellung der Konnektoren weiter verlängert
8. November 2018
Düsseldorf/Berlin – Die Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft birgt nicht nur Chancen für die Versorgung, sondern hat auch großes Potenzial bei Umsätzen und Arbeitsplätzen. Das prognostizieren die
Digital Health kommt in Deutschland laut Industriestudie nur schleppend voran
6. November 2018
Düsseldorf/Kaiserslautern – Ein neues Computerspiel namens „jumpBALL“ soll Beine und Füße trainieren und so Thrombosen vorbeugen. Wissenschaftler der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK)
VG WortLNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Anzeige

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER