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Pharmakonzern Boehringer bleibt auf Wachstumskurs

Dienstag, 24. April 2012

Ingelheim – Deutschlands zweitgrößter Pharmakonzern Boehringer Ingelheim hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr erneut gesteigert. Die Erlöse stiegen um 4,6 Prozent auf 13,2 Milliarden Euro, wie das Unternehmen heute in Ingelheim mitteilte. Den Angaben zufolge legte das Betriebsergebnis um knapp 20 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro zu, und die Umsatzrendite stieg von 15,1 auf 17,3 Prozent.

Der Jahresüberschuss habe um 66 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro zugelegt. Zudem seien im vergangenen Jahr 1.800 neue Mitarbeiter eingestellt worden. Die Zahl der Beschäftigten sei damit weltweit auf mehr als 44.000 gewachsen.

Der Bilanz zufolge erzielte der Konzern mit 77 Prozent die meisten Umsätze mit verschreibungspflichtigen Medikamenten. Dazu haben besonders die Markteinführung des Gerinnungshemmers Pradaxa beigetragen. Das Präparat habe einen Umsatz von 629 Millionen Euro erzielt. „Die Einführung von Pradaxa gehört zu den erfolgreichsten Markteinführungen der Pharmabranche der vergangenen Jahre“, sagte der Sprecher der Unternehmensleitung, Andreas Barner.

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Das Medikament geriet in die Schlagzeilen, da nach der Einnahme in Deutschland mehrere Menschen gestorben waren. Boehringer hält das Mittel für sicher, riet aber Ärzten davon ab, es Patienten mit einer schweren Beeinträchtigung der Nierenfunktion zu verschreiben.

Amerika bleibt wichtiger Markt
Der Bilanz zufolge wurde die positive Umsatzentwicklung besonders durch die Regionen Amerika sowie Asien, Australien und Afrika getragen. In Amerika sei mit Umsätzen von 6,1 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr ein Wachstum von 6,3 Prozent erreicht worden. Amerika sei mit einem Anteil von 46 Prozent am Konzernumsatz nach wie vor der wichtigste Absatzmarkt von Boehringer Ingelheim.

Ein Umsatzrückgang vom 1,3 Prozent auf vier Milliarden Euro verzeichnete das Unternehmen jedoch in Europa. Das sei auf eine stärkere politische Regulierung zurückzuführen. In der Region Afrika, Australien und Asien registrierte der Konzern ein Wachstum von 9,9 Prozent und Umsatzerlöse von drei Milliarden Euro. Das entspricht etwa 23 Prozent des Konzernumsatzes.

Barner betonte, dass das Unternehmen auch in Zukunft den Schwerpunkt auf eigene Erforschung und Entwicklung von Medikamenten legen wolle. „Wir planen Neueinführungen in Therapiegebieten mit hohem ungedeckten medizinischen Bedarf“, sagte er. Dafür solle in die Forschung und Entwicklung investiert werden. Konkret wurden unter anderem Medikamente gegen Diabetes, Hepatitis und Atemwegserkrankungen angekündigt. © afp/aerzteblatt.de

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