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Ausland

Brasilien: Säuglings­sterblichkeit seit 2000 halbiert

Montag, 30. April 2012

Sao Paulo – Die Sterblichkeit von Kleinkindern unter einem Jahr hat sich in Brasilien innerhalb eines Jahrzehnts fast halbiert. Während es im Jahr 2000 noch zu 29,7 Todesfällen pro 1.000 lebendig geborene Kinder kam, lag diese Zahl 2010 noch bei 15,6, wie aus am Freitag vom staatlichen Statistikamt IBGE veröffentlichten Daten hervorgeht.

Trotz deutlichen Rückgangs liegt Brasilien damit im internationalen Vergleich lediglich auf einer Höhe mit Ländern wie Moldawien oder Syrien. Auch im Vergleich mit anderen lateinamerikanischen Ländern findet sich das Land den Angaben zufolge auf den hinteren Rängen. Kuba schneide mit 5,1 Fällen am besten ab; Chile folgt mit 7,2. Auch Argentinien (13,4) und Uruguay (13,1) sind besser.

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Besonders hoch war der Rückgang laut Statistikamt im Nordosten Brasiliens, der ärmsten Region des Landes. Hier sank die Sterblichkeit von 44,7 Fällen pro 1.000 auf nun 18,5. Dennoch verzeichne der Nordosten immer noch die Region mit den meisten Fällen.

Der Rückgang wird mit einer Reihe von Faktoren begründet. Zum einen bekommen brasilianische Frauen heute im Durchschnitt weniger Kinder: 1,9 Kinder pro Mutter gegenüber 2,38 vor zehn Jahren. Dies verbessere die wirtschaftliche Situation der Familien und das durchschnittliche Bildungsniveau der Mütter.

Zudem hat die öffentliche Hand massiv in Vorsorgemaßnahmen investiert und das Gesundheitssystem ausgebaut. Auch Verbesserungen bei der Trinkwasserversorgung und bei der Abwasserentsorgung hätten zu der Reduzierung beigetragen, so das Statistikamt. Die Zahlen basieren auf der Volkszählung von 2010. © kna/aerzteblatt.de

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Avatar #108904
Aetzend
am Montag, 7. Mai 2012, 10:14

Vordergründig positiv

Allerdings ist kaum anzunehmen, dass sich auch die Zahl der Zeugungen in irgendwie absehbarer Zeit entsprechend vermindern wird. Wodurch mit Sicherheit das Elend leider immer grösser werden wird: Die Kinder sterben dann halt später (d.h. mehr als bisher verhungern), mehr Menschen hungern dauerhaft, oder werden kriminell, etc. Ergo cui bono?! Ach ja, es gibt ja noch die reichen Europäer und Onkel Sam . . .
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