NewsÄrzteschaftUrologen für Quartalslösung im Praktischen Jahr
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Urologen für Quartalslösung im Praktischen Jahr

Mittwoch, 2. Mai 2012

dpa

Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Urologie (DGU) und der Berufsverband der Deutschen Urologen haben sich für eine sogenannte Quartalslösung statt einem Pflichttertial Allgemeinmedizin im Praktischen Jahr (PJ) ausgesprochen. Dieses Modell favorisiert auch die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin.

Hintergrund: Am 11. Mai soll der Bundesrat über die neue Approbationsordnung für Ärzte abstimmen. Nach einem Änderungsantrag aus Nordrhein-Westfalen ging es dabei auch darum, ob das Wahltertial im PJ zugunsten eins Pflichttertials Allgemeinmedizin wegfallen soll. Die Studierenden würden dann im PJ drei Fächer kennenlernen: Innere Medizin, Chirurgie und Allgemeinmedizin.

Anzeige

Die Möglichkeit, ein Fach zu wählen, wäre damit nicht mehr gegeben. Nach erheblichen Protesten von Studierenden und Facharztverbänden ist jetzt die sogenannte Quartals­lösung in der Diskussion. Die Studierenden würden danach künftig vier statt drei Fächer im PJ haben: Innere, Chirurgie und Allgemeinmedizin als Pflichtfächer sowie ein weiteres Fach als Wahlfach.

„Wir plädieren für eine Quartalslösung, wobei wir für zwei frei zu wählende Quartale in ambulanter Medizin eintreten und zwar ohne Pflicht zur Allgemeinmedizin. Das heißt wenn ein Medizinstudent beispielsweise ein Wahlquartal Urologie belegt, kann er das zweite Quartal ambulante Pädiatrie oder ambulante Chirurgie oder Innere Medizin wählen“, so der Präsident der DGU, Stefan Müller.

Der Präsident des Berufsverbands der Deutschen Urologen, Axel Schroeder, betonte, diese Lösung würde den Medizinstudenten die Wahlfreiheit erhalten und ermöglichte den übrigen Fachrichtungen faire Chancen bei der Nachwuchsrekrutierung.

Unterdessen warnte der Hartmannbund den Bundesrat davor, die Reform der Approba­tionsordnung für Ärzte weiter zu verzögern. Neben der Struktur des PJs sei für die Studierenden vor allem Ende des Hammerexamens und die Einführung einer bundesweiten PJ-Mobilität entscheidend.

Eine Entscheidung für ein Pflichttertial Allgemeinmedizin und den damit verbundenen Wegfall der Wahlmöglichkeiten wäre laut dem Hartmannbund „ein Skandal“. „Wir lehnen jegliche Verpflichtung über die bisherigen Pflichtabschnitte hinaus ab, egal ob in einem PJ-Tertial, -Quartal oder im Rahmen von Quotenregelungen“, sagte Kristian Otte, Vorsitzender des Ausschusses der Medizinstudierenden im Hartmannbund. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Avatar #87388
Andreas Skrziepietz
am Dienstag, 8. Mai 2012, 11:26

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/49857

Das habe ich ja auch vorgeschlagen; aber wenn das Wahlfach nur drei Monate dauert, lernen die Studenten zu wenig. Deshalb ist es besser, das PJ um vier Monate zu verlängern.
LNS

Nachrichten zum Thema

2. Dezember 2019
Berlin – Fast drei Jahre nach Verabschiedung des Masterplans Medizinstudium 2020 hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) den Arbeitsentwurf für eine neue Approbationsordnung für Ärzte (ÄApprO)
Entwurf für neue ärztliche Approbationsordnung vorgelegt
11. November 2019
Wiesbaden – Einen besseren Schutz vor gefälschten Approbationsnachweisen hat das Hessische Gesundheits- und Sozialministerium angemahnt. „Patientensicherheit steht an oberster Stelle. Jeder falsche
Bundesratsinitiative für fälschungssichere Approbationsnachweise angekündigt
30. Oktober 2019
Magdeburg/Halle – Die Universität Magdeburg startet mit 13 Studierenden die „Klasse Hausärzte“ als neues Programm im Medizinstudium. Damit wolle die Hochschule ihren Beitrag leisten bei der Gewinnung
Hausarztklasse in Magdeburg startet
29. Oktober 2019
Berlin – Die Medizinstudierenden im Hartmannbund (HB) haben anlässlich der Entscheidung des Deutschen Bundestages für einen Mindestlohn in der Ausbildung ihre Forderung nach einer fairen Bezahlung
Hartmannbund drängt auf faire Vergütung im Praktischen Jahr
29. Juli 2019
Stuttgart – In Baden-Württemberg interessieren sich deutlich mehr junge Mediziner für eine Tätigkeit als Hausarzt. Das berichtet die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Baden-Württemberg. Hintergrund ist
Allgemeinmedizin wird für junge Ärzte attraktiver
23. Juli 2019
München – Ein positives Fazit der Arbeit des Lehrstuhls für Allgemeinmedizin hat die Technischen Universität (TU) München zehn Jahre nach dessen Einrichtung gezogen. Das berichtet der Bayerische
Interesse an Allgemeinmedizin seit Lehrstuhleinrichtung an TU München gestiegen
19. Juli 2019
Berlin – Vertreter der Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) haben dem Bundesministerium für Gesundheit heute eine Petition mit 108.654 Unterstützern für ein faires
LNS LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER