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Medizin

Hormon könnte ektope Schwangerschaften voraussagen

Dienstag, 8. Mai 2012

Họngkong – Ein Hormon namens Adrenomedullin spielt bei einer ektopen Schwanger­schaft im Eileiter eine tragende Rolle und könnte in Zukunft möglicherweise als Screening-Marker dienen. Das behaupten zumindest Forscher der Universität Hongkong, die eine entsprechende Studie im Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism (doi: 10.1210/jc.2011-3290) publiziert haben. Ihre Ergebnisse ermittelten die Autoren durch In-Vitro-Versuche, bei denen sie Frühschwangerschaften an reseziertem Eileitergewebe nachahmten.

Dabei inkubierten sie ihre Präparate mit Hormonpräparaten, wodurch es ihnen gelang, den Prozess einer Frühschwangerschaft zu imitieren. Bei den anschließenden Untersuchungen konzentrierten sie sich auf ein Hormon, dass unter dem Namen Adrenomedullin bekannt ist. Dieses Peptid, das Forscher erst in den 90er Jahren entdeckten, wird außer im Nebennierenmark noch in der Lunge sowie im insuffizienten Herzen gebildet. Mit den primären Geschlechtsorganen wurde es laut den Autoren dagegen bislang nicht in Verbindung gebracht.

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Die Autoren aus Hongkong unter der Leitung von Wai-Sum O meinen jedoch, dass Adrenomedullin eine entscheidende Rolle in der Pathogenese der ektopen Eileiter-Schwangerschaft übernimmt. Denn bei denjenigen Organpräparaten, die von Müttern stammten, die bereits eine solche Eileiterschwangerschaft durchgemacht hatten, fanden sich signifikant niedrigere Hormonspiegel des Adrenomedullins. Dagegen blieben die Adrenomedullin-Level bei Müttern mit normalen Schwangerschaften konstant.

Die Wissenschaftler zogen die Schlussfolgerung, dass der Eileiter bei betroffenen Patientinnen zu wenig Adrenomedullin sezerniert, was wiederum dazu führt, dass die Muskeln im Eileiter langsamer kontrahieren und der pulsierende Schlag der Zilien reduziert wird. Dieser Pathomechanismus führe dazu, dass die befruchtete Eizelle im Eileiter hängen bleibe, anstatt in die Gebärmutter transportiert zu werden. © hil/aerzteblatt.de

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