Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

KVen fordern Verbesserungen in der Palliativmedizin

Dienstag, 8. Mai 2012

Köln – Die Palliativmedizin soll im Rahmen des derzeit diskutierten Pflegeneuord­nungs­gesetzes gestärkt werden. Das fordern die in der sogenannten FALK-Kooperation verbundenen Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) aus Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern gefordert.

Vor einigen Jahren habe der Gesetzgeber mit der Einführung der spezialisierten ambu­lanten Palliativversorgung (SAPV) den ersten Schritt getan und einen Anspruch für schwerstkranke und sterbende Patienten auf bestimmte Leistungen definiert. Nun sei ein weiterer Schritt erforderlich, um den Anspruch auf ambulante Palliativversorgung flächen­deckend umzusetzen und mehr Patienten eine Palliativversorgung zu ermöglichen.

Dazu sei nötig, die allgemeine ambulante Palliativversorgung (AAPV) als eigene Leistung anzuerkennen. Niedergelassene Ärzte müssten sie als zusätzliche Leistung mit besonderem Versorgungsaufwand abrechnen können. „Es ist wichtig, dass die Palliativmedizin insgesamt als Leistung mit einem hohen Aufwand anerkannt wird, die nicht unter die Mengenbegrenzungen fallen darf. Das wäre gegenüber den Patienten schlichtweg nicht zu verantworten“, hieß es bei einem Treffen der FALK-Vorstände in Berlin.

Die bisherige Regelung zur SAPV sei zu bürokratisch. Nach derzeitigem Stand könne ein Patient nur dann im Rahmen der SAPV behandelt werden, wenn er eine entsprechende Verordnung erhalte. Zusätzlich müssten Palliativ-Care-Teams gebildet werden, die eine eigene Vereinbarung mit der Krankenkasse des Patienten abschließen müssten.

 „Wichtig wäre im Sinne einer besseren Patientenversorgung, dass die KVen, die sowohl das regionale Versorgungs- und Sicherstellungs-Know-How als auch die Organisationsstärke haben, in die Verträge mit einbezogen werden und eigene Verträge abschließen können“, so die Vorstände der FALK-KVen. © hil/aerzteblatt.de

Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Nachrichten zum Thema

16.05.17
Berlin – Die neuen multiprofessionellen mobilen Palliativdienste im Krankenhaus benötigen ausreichend Personal, um sinnvoll arbeiten zu können – und das kostet Geld. Darauf hat jetzt die Deutsche......
09.05.17
SAPV: Rheinland-Pfalz will Vergaberecht umgehen
Mainz – Unheilbar kranke Menschen sind im medizinischen Notfall nicht gut genug versorgt. Die Landesregierung Rheinland-Pfalz plant deswegen einen Vorstoß in der Gesundheitsministerkonferenz (GSK) mit......
30.03.17
Berlin – Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge hat eine bessere Vernetzung der Akteure bei der Versorgung schwerstkranker und sterbender älterer Menschen gefordert. „Das Hospiz- und......
29.03.17
Berlin – Sterbenskranke Patienten wurden nach Angaben von Gesundheitsexperten in den vergangenen Jahren in Deutschland deutlich besser versorgt als bisher. Wie aus Berichten des Spitzenverbandes der......
28.03.17
G-BA gibt grünes Licht für neue Leistung der häuslichen Krankenpflege
Berlin – Die Symptomkontrolle bei Palliativpatienten wird eine neue Leistung, die Vertragsärzte künftig im Rahmen der häuslichen Krankenpflege verordnen können. Darauf hat die Kassenärztliche......
21.02.17
Verträge zur SAPV müssen europaweit ausgeschrieben werden
Berlin/Düsseldorf – Vor weiteren bürokratischen Hürden bei der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) warnt die Bundesarbeitsgemeinschaft SAPV. Sie weist auf ein Urteil des......
21.02.17
Landshut – Der bayerische Hausärzteverband tritt als erste ärztliche Berufsvertretung dem bayerischen Hospiz- und Palliativbündnis bei. Patienten gerade in der letzten Phase ihres Lebens ärztlich zu......

Fachgebiet

Anzeige

Themen suchen

A
Ä
B
C
D
E
F
G
H
I
K
L
M
N
O
Ö
P
Q
R
S
T
U
Ü
V
W
Y
Z
Suchen

Weitere...

Login

Loggen Sie sich auf Mein DÄ ein

E-Mail

Passwort

newsletter.aerzteblatt.de

Newsletter

Informieren Sie sich täglich (montags bis freitags) per E-Mail über das aktuelle Geschehen aus der Gesundheitspolitik und der Medizin. Bestellen Sie den kostenfreien Newsletter des Deutschen Ärzteblattes

Immer auf dem Laufenden sein, ohne Informationen hinterher zu rennen: Der tagesaktuelle Newsletter

Aktuelle Kommentare

Archiv

RSS

RSS

Die aktuellsten Meldungen als RSS-Feed. Mit einer geeigneten Software können Sie den Feed abonnieren.

Anzeige