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Medizin

Zeichentest sagt Prognose nach Schlaganfall voraus

Donnerstag, 10. Mai 2012

Uppsala – Patienten mit kognitiven Einschränkungen haben verminderte Chancen, einen ischämischen Schlaganfall zu überleben. Ein einfacher Zeichentest war in einer Studie in BMJ Open (2012; 2: e000458) besser als der MMSE-Test in der Lage die Prognose der Patienten vorherzusagen.

Beim Trail-Making-Test (TMT) müssen die Teilnehmer auf einem Blatt Papier so schnell wie möglich Punkte mit Strichen verbinden. Beim TMT-A handelt es sich um Zahlen in aufsteigender Folge, beim schwierigeren TMT-B müssen alternierend Zahlen und Buchstaben in aufsteigender Folge verbunden werden.

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Es handelt sich um einen kognitiven Standardtest, der seinerzeit auch von den Teilnehmern der Uppsala Longitudinal Study of Adult Men absolviert wurde. Es handelt sich um 919 Männer im Alter von 65 bis 75 Jahren, von denen 155 seither an einem Schlaganfall erkrankt sind. Von ihnen sind 84 in den ersten zweieinhalb Jahren nach dem Schlaganfall gestorben, bei 22 trat der Tod innerhalb des ersten Monats ein, was einen Zusammenhang mit dem Hirninfarkt nahelegt.

Bernice Wiberg von der Universität Uppsala und Mitarbeiter fanden jetzt herauf, dass das Abschneiden in den beiden Tests, die wohlgemerkt Jahre vor dem Schlaganfall durchgeführt wurden, die Überlebensrate nach dem Insult vorhersagt. Das Drittel der Teilnehmer mit den schlechtesten Ergebnissen (unteres Tertil) hatten ein dreifach erhöhtes Sterberisiko (Hazard Ratio 2,90 für TMT A und 3,53 für TMT B). Die Zeichentests waren damit dem Standardtest MMSE (Hazard Ratio 1,27; nicht-signifikant) überlegen.

Der TMT kann schnell durchgeführt werden. Versionen für Smart-Phones werden angeboten. Die Erklärung für die schlechtere Prognose dürfte in den Vorschädigungen des Gehirns liegen, die häufig Ursache der kognitiven Störungen im Alter sind. Nach einem ischämischen Schlaganfalls stehen den Patienten dann weniger Reserven zur Verfügung als Patienten mit erhaltenen kognitiven Fähigkeiten. © rme/aerzteblatt.de

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