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FALK-KVen wollen Dispensierregeln in Not- und Bereitschaftsdienst lockern

Freitag, 11. Mai 2012

Berlin –  Die Vorstände der vier in der FALK-Kooperation verbundenen Kassenärztlichen Vereinigungen aus Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern regen Veränderungen beim sogenannten Dispensierrecht im Kassenärztlichen Bereitschafts- beziehungsweise Notdienst an. Ihrer Meinung nach könnten dadurch gerade in Flächenländern bestehende Probleme bei der Akutversorgung gelöst werden. In diesem Zusammenhang verwiesen die KV-Chefs auch auf positive Erfahrungen anderer Länder wie Japan oder die Schweiz.

Zum Hintergrund: Die Abgabe von Medikamenten ist in Deutschland auf Grundlage des Dispensierrechts ausschließlich Apothekern und Tierärzten gestattet. Humanmediziner hingegen dürfen an ihre Patienten keine Arzneimittel abgeben.

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Das führt bei der Akutversorgung im Bereitschafts- und Notdienst immer wieder zu Problemen: Patienten, die zu sprechstundenfreien Zeiten in Bereitschaftsdienstzentralen, Praxen oder gar vom Hausbesuchsdienst versorgt werden, müssen eventuell erforderliche Medikamente im Anschluss an die Behandlung selbst in der Apotheke besorgen. Dies sei gerade nachts und in ländlichen Gebieten kompliziert und führe häufig zu Verzögerung in der Behandlung, monieren die FALK-KVen.

Vor diesem Hintergrund fordern sie, das Dispensierrecht für den Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst eingeschränkt zu erlauben. Die FALK-KVen versprechen sich davon vor allem für Notfallpatienten in ländlicher Umgebung sowie geriatrische Patienten eine bessere Versorgung. „Wir sind überzeugt: Ein auf bestimmte Wirkstoffe und Medikamentengruppen bezogenes Dispensierrecht für Kassenärztliche Vereinigungen wird die Patientenversorgung weiter verbessern“, heißt es in der gemeinsamen Erklärung. © hil/aerzteblatt.de

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