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Politik

Bahr will Kassenbeiträge nicht absenken

Montag, 14. Mai 2012

Berlin – Trotz Milliardenüberschüsse bei den gesetzlichen Krankenkassen will Ge­sund­heits­mi­nis­ter Daniel Bahr (FDP) den Einheitsbeitrag für die Kran­ken­ver­siche­rung nicht absenken. „Solche Überlegungen gibt es nicht“, sagte ein Sprecher des Ge­sund­heits­mi­nis­teriums am Samstag. Der Minister hoffe weiterhin darauf, dass die Kassen von sich aus Prämien an die Versicherten ausschütteten.

Die gesetzlichen Krankenkassen verfügen derzeit über ein Finanzpolster von 19,5 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr wird wegen der guten Konjunktur ein weiteres Einahmeplus erwartet. Das Nachrichtenmagazin Focus berichtet, Bahr plane vor diesem Hintergrund im kommenden Jahr den Einheitsbeitrag von derzeit 15,5 auf 14,9 Prozent abzusenken. © dapd/aerzteblatt.de

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chiemwast
am Dienstag, 15. Mai 2012, 16:08

Bahr will Kassenbeiträge nicht absenken: Besser Praxisgebühren abschaffen!

Den tausenden Ministerialberamten und Politikern fallen immer wieder neue Begriffe ein, um Patienten zusätzlich schröpfen zu können ohne dass dies in den Statistiken für Jedermann sofort zu erkennen ist. Die Begriffe Selbstbehalt und Zusatzbeitrag sind nur wenige von vielen. Dass es beispielsweise für die Gesamtheit der Ärzte und Kliniken in der Summe erheblichen Aufwand bedeutet, die 10 EURO Praxisgebühren jeweils einzufordern, können sie ja kaum verstehen. Für sie bedeutet ja Verwaltungsaufwand Arbeitsplatzsicherung.

Dass diese unsinnigen Bestimmungen die Profis vor Ort nur noch in ihrer Arbeit behindert und dies deshalb auch noch kostenlastig ist, wollen sie aus den genannten Gründen wohl kaum begreifen. Meine Besorgnis der Schikane möchte ich damit nicht ausdrücken.
Dass Ärzte lieber artfremde Ministerien wie Arbeitsmarkt und Wirtschaft verwalten wollen, könnte ich aus der katastrophalen Verwaltungs- und Verschleierungspolitik im Gesundheitswesen durchaus verstehen.

was wäre einfacher, als die gesundheitspolitischen Auswüchse Praxisgebühr, Selbstbehalt und Zusatzbeitrag abzuschaffen und damit auch zu etwas mehr Transparenz der Gesundheitskosten beizutragen? Oder kann der Ministerialapparat mit tausend Mitarbeitern nur noch mit der Verwaltung aufbürdender Administration leben?

Jede/r Betroffene kann sich ausrechnen, dass die erstatteten Kosten kaum noch mehr als die Hälfte des Gesundheitsaufwandes abdecken, besonders wenn es um die Erstattung von Zahnersatz, Brillen und ähnlichem geht.
LNS

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