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Medizinstudierende fordern Qualitätskontrollen für IGeL

Montag, 21. Mai 2012

Lübeck – Qualitätskontrollen für Selbstzahlerleistungen hat die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd) bei einem Treffen in Lübeck gefordert. Zwar habe der 109. Deutsche Ärztetag bereits 2006 darauf hingewiesen, dass jedes Angebot für Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) der ärztlichen Verantwortung gegenüber Patienten gerecht werden müsse, „doch gefährden zunehmend unseriöse IGeL-Angebote das unverzichtbare Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient“, heißt es in einem bvmd-Positionspapier.

Die Studierenden fordern, die zehn Punkte umfassenden „Hinweise für die Erbringung individueller Gesundheitsleistungen“ vom 109. Deutschen Ärztetag in die Berufsordnung aufzunehmen. Sie sollten damit für alle Ärzte verpflichtend werden.

Zusätzlich sollte jeder behandelnde Arzt bei seiner zuständigen Ärztekammer die von ihm angebotenen IGeL angeben, um wirksame Qualitätskontrollen zu ermöglichen. Außerdem fordern die Medizinstudierende schärfere Sanktionen: „Im Falle von Verstößen gegen das Berufsrecht durch Angebot und Anwendung von diagnostischen oder therapeutischen Methoden unter missbräuchlicher Ausnutzung des Vertrauens, der Unwissenheit, der Leichtgläubigkeit oder der Hilflosigkeit des Patienten sollen die zuständigen Ärztekammern und KVen entsprechende Verfahren gegen Ärzte einleiten, die in letzter Konsequenz den Entzug der Approbation und Zulassung zur Folge haben“, heißt es in dem bvmd-Positionspapier. © hil/aerzteblatt.de

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