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Medizin

Partiale Nephrektomie: Roboter im Vorteil

Dienstag, 22. Mai 2012

Detroit – Die durch einen Roboter assistierte Teil-Nephrektomie hat sich gegen das laparoskopische Verfahren durchgesetzt. Das erst seit wenigen Jahren zugelassene Verfahren ist bezüglich einiger Komplikationen im Vorteil. Das berichten Wissenschaftler des Vattikuti Urology Instituts des Henry Ford Hospitals in Detroit beim jährlichen Meeting der American Urology Association. Allerdings sehen sich die Autoren erst am Anfang der Untersuchungen und konnten beispielsweise chirurgische Fähigkeiten oder spezielle Operationsindikationen noch nicht mit einbeziehen.

Die Wissenschaftler unter der Leitung von Quoc-Dien Trinh analysierten die Daten des sogenannten Nationwide Inpatient Sample (NIS), eine der größten US-amerikanischen Datenbanken über Kranken­haus­auf­enthalte von Patienten in den USA. Für den Zeitraum zwischen Oktober 2008 und Dezember 2009 verglichen sie Patienten nach einer laparoskopisch durchgeführten Teil-Nephrektomie mit solchen Patienten, bei denen der Chirurg mithilfe eines Roboters operierte.

Das Vattikuti Urology Institute in Detroit ist bereits für seine roboterassistierten Operationen national und international bekannt. So werden dort neben Nephrektomien und anderen Eingriffen an der Niere vor allem eigens entwickelte Prostatektomien durchgeführt. Zwar gäbe es schon einige wissenschaftliche Untersuchungen zu diesen Techniken, dennoch wollten Trinh und seine Kollegen nun die Morbidität und Mortalität nach einer durch einen Roboter assistierten, partiellen Nephrektomie genauer untersuchen.

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Von den 1.174 Patienten wurden im Untersuchungszeitraum rund 73 Prozent mithilfe der neuartigen Operationsmethode behandelt. Während sowohl die Zahl der benötigten Bluttransfusionen, als auch die Rate der Komplikationen allgemein im Vergleich zum laparoskopischen Verfahren in etwa gleich waren, zeigten sich in bestimmten Folgeerscheinungen signifikante Unterschiede. So litten die Patienten nach roboterassistiertem Eingriff weniger an neurologischen und urologischen Komplikationen und bluteten insgesamt weniger häufig.

In Bezug auf Geschlecht, ethnischer Herkunft oder begleitenden Komorbiditäten fanden die Forscher keine wesentlichen Unterschiede. Allerdings sind die Autoren mit ihren Ergebnissen vorsichtig und betonen, dass weitere Studien nötig seien, um die Vorteile des Verfahrens höher zu gewichten. So müssten folgende Untersuchungen auch die Schwere der zugrunde liegenden Erkrankungen berücksichtigen, etwa die verschiedenen Tumorstadien. © hil/aerzteblatt.de

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