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Medizin

Grippeimpfung verbessert Ausgang der Schwangerschaft

Mittwoch, 23. Mai 2012

Ottawa – Grippeimpfungen schützen in der Schwangerschaft nicht nur die werdende Mutter vor einer Influenza. Eine Studie im American Journal of Public Health (2012: 102: e33-e40) dokumentiert auch günstige Auswirkungen für das Ungeborene.

Während der Neuen Influenza H1N1 ließen sich im kanadischen Teilstaat Ontario zwischen November 2009 und April 2010 23.340 von 55.570 Schwangeren impfen. Der hohe Anteil von 42 Prozent macht die Ergebnisse der Studie gegen Verzerrungen robust. Ein Bias könnte sich ergeben, wenn Frauen mit einer schlechten Schwangerschafts­prognose häufiger auf eine Impfung verzichten würden, was durchaus vorstellbar ist.

Sofern die adjustierte Analyse von Ann Sprague, die Rauchen, Ausbildung und Einkommen berücksichtigt, die Wirklichkeit jedoch korrekt widerspiegelt, belegen ihre Ergebnisse eine überraschend positive Auswirkung der Impfung auf den Verlauf der Schwangerschaft.

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Die Forscherin vom Better Outcomes Registry & Network (BORN) in Ottawa kommt nämlich zu dem Ergebnis, dass die Impfung die Rate der Totgeburten um 34 Prozent und die Rate der Frühgeburten (vor der 32. Woche) um 28 Prozent gesenkt hat. Auch der Anteil der Mangelgeburten (untere 3 Perzentilen des Geburtsgewichts) war um 19 Prozent vermindert.

Alle Ergebnisse waren Sprague zufolge signifikant, sie sollten jedoch vorsichtshalber in weiteren Studien geprüft werden, fordert die Autorin. Beruhigend sei jedoch, dass weder für die Mutter noch für das Kind irgendwelche negativen Auswirkungen der Impfungen auf die Gesundheit gefunden wurden. © rme/aerzteblatt.de

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