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Unfallzahlen steigen nach Zeitumstellung im Frühling

Donnerstag, 24. Mai 2012

Berlin – Die Umstellung auf die Sommerzeit birgt für motorisierte Verkehrsteilnehmer erhebliche Gefahren. Das ist das Ergebnis einer britischen Studie, die jetzt auf dem Europäischen Orthopädiekongress EFORT in Berlin präsentiert wurde. Demnach steigt die Zahl registrierter Unfälle bei Motorrad- und Autofahrern nach der Zeitumstellung deutlich an, die Zahl der Motorradunfälle mit 42 Prozent besonders gravierend. Wird die Uhr im Herbst eine Stunde zurückgestellt, verunglücken dagegen 29 Prozent mehr Fußgänger.

In ihrer Studie untersuchen die britischen Forscher sämtliche schweren und tödlichen Unfälle, die dem britischen Department of Transport zwischen 1996 und 2006 in den entsprechenden  Zeitkorridoren gemeldet wurden. Dabei berücksichtigten sie lediglich nur die Stunden, an denen der Zeitwechsel sich auf die Lichtverhältnisse auswirkte.

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„Die Studie zeigt die Auswirkungen der Zeitumstellung den Straßenverkehr und beweist, dass sie keinesfalls dazu beiträgt, Leben zu retten“, verwies Mitautor Joseph Alsousoue von der Universität Oxford. 

Unklar sei dagegen, inwieweit verminderte Sichtbarkeit, veränderte Straßennutzung durch ungewohnte Lichtverhältnisse oder Störungen der inneren Uhr für die steigenden Unfallraten verantwortlich seien. „Auf diesem Gebiet ist weitere Arbeit nötig, um die nötigen Informationen für Unfallverhütungsstrategien zu erarbeiten“, forderte der Wissenschaftler. © hil/aerzteblatt.de

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