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Experten plädieren für flächendeckenden Einsatz von Schulschwestern

Donnerstag, 24. Mai 2012

Eine Schulschwester in Finnland ©dpa

Witten/Herdecke – Gesundheitsexperten machen sich für den flächendeckenden Einsatz von Schulschwestern an deutschen Schulen stark. Diese könnten als zentrale Ansprechpartner zu Gesundheitsthemen präventiv tätig werden, bestehendes Personal entlasten und zu einem besseren Bildungsstandard beitragen. Während die sogenannten „School Health Nurses“ international etabliert sind, bilden sie in Deutschland bislang noch eine Ausnahmeerscheinung.

„Studien zeigen uns deutlich: Gesundheit und Bildungserfolge hängen zusammen“, erläutert Andreas Kocks vom Department für Pflegewissenschaft der Uni Witten/Herdecke. Er hat das Aufgabengebiet von School Nurses international untersucht und herausgefunden, dass Pflegende in vielen Ländern an Schulen die zentralen „Kümmerer“ für alle gesundheits- und krankheitsbezogenen Fragestellungen sind.

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„Sie unterliegen der Schweigepflicht, verteilen keine Noten und sind laut Studien diejenigen, zu den die Schüler das größte Vertrauen haben“, so Kocks. Angesichts der Tatsache, dass Schule sich durch Ganztagsbetreuung und das verkürzte Abitur von einem reinen Lernraum zu einem Lebensraum wandle, seien entsprechende Angebote im Gesundheitsbereich unverzichtbar. 

Unterstützung erhielt der Wissenschaftler von der Fachgruppe Schulen im Gesundheitswesen: „Falsche Ernährung und Bewegungsmangel führen zu Dauerschäden, die großen Einfluss auf die Lern- und Leistungsfähigkeit sowie auf die spätere Berufstätigkeit haben. Daher wäre die Schulschwester nicht nur aus medizinischer und pädagogischer, sondern auch aus volkswirtschaftlicher Sicht eine sinnvolle Investition mit progressiver Zinsentwicklung“, so Fachgruppenvorsitzende Petra Witt. © hil/aerzteblatt.de

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