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Vermischtes

Kampagne für den Hausarztberuf an der Universität Erlangen-Nürnberg

Freitag, 25. Mai 2012

München – Die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) und der Bayerische Hausärzteverband (BHÄV) haben an der Universität Erlangen-Nürnberg gemeinsam eine Kampagne für den Hausarztberuf gestartet. Ziel ist es, mehr Medizinstudierende für das Fach Allgemeinmedizin und die berufliche Perspektive Hausarzt zu begeistern.

„Die Situation der Hausärzte ist aktuell – gelinde gesagt – schwierig. Ständig ändern sich die politischen Rahmenbedingungen, die Honorarsituation ist oft schwer kalkulierbar und wenig zufriedenstellend, die Arbeitsbelastung ist während und auch außerhalb der üblichen Sprechstundenzeiten hoch“, erklärte KVB-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Krombholz. Das alles mache jungen Menschen wenig Mut, sich als Hausarzt niederzulassen. Es gehe deshalb darum, dem medizinischen Nachwuchs die positiven Seiten des Hausarztdaseins zu vermitteln.

KVB und BHÄV richten sich daher mit ihrer Kampagne an Medizinstudierende verschiedener Semester. So sollen beispielsweise Lehrbeauftragte künftig in der Vorlesung „Allgemeinmedizin“ den Studierenden neben Fachwissen auch Informationen zum praktischen Tätigkeitsfeld des Hausarztes, zu Aus- und Weiterbildung sowie zu Forschungsmöglichkeiten vermitteln.

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Einen weiteren Schritt in Richtung Hausarztpraxis bietet das neue Mentorenprogramm: Ab dem fünften Semester werden Studierende auf Wunsch von einen Hausarzt als Mentor betreut, der ihnen als kompetenter Ansprechpartner rund um das Thema Hausarztpraxis zur Verfügung steht. Dabei ist vorgesehen, dass die Studierenden Einblicke in den Praxisalltag ihres Mentors und so ein realistisches Bild von der Arbeit als Hausarzt bekommen.

„Um den medizinischen Nachwuchs für eine Tätigkeit als niedergelassener Hausarzt zu gewinnen, müssen wir bereits in den ersten Studienjahren ansetzen“, erklärte Ernst Engelmayr, Fortbildungsbeauftragter des BHÄV. Im Studium erschienen die klassischen klinischen Fächer manchmal attraktiver – oft auch deswegen, weil der Einblick in den Arbeitsalltag der Hausärzte fehle.

„Das wollen wir durch unser Engagement an der Universität Erlangen-Nürnberg ändern“, so Engelmayer. KVB und BHÄV kündigten deshalb an, in einem Testprojekt die Entscheidung, im Rahmen des Praktischen Jahrs (PJ) ein Wahl-Tertial in einer Hausarztpraxis zu absolvieren, mit bis zu 500 Euro finanziell fördern zu wollen. © hil/aerzteblatt.de

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Ströbele
am Samstag, 26. Mai 2012, 19:22

Finanzielle Förderung eines Tertials Allgemeinmedizin im PJ nix Neues!

20 entsprechende Stipendien pro Tertial vergibt die KV Nordrhein an Bewerber, die an einer NRW-Uni immatrikuliert sind und das Tertial in einer Allg.-Medizin-Praxis im KV-Bezirk Nordrhein ableisten.Auskunft bei der KVNo - leider soweit ich weiß jedoch kein Link dazu auf www.kvno.de
LNS

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