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Ärzteschaft

NAV wirft Krankenkassen Verschwendung vor

Mittwoch, 30. Mai 2012

Berlin – Scharfe Kritik an den sogenannten Satzungsleistungen, die nicht zum allgemeinen Leistungskatalog der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung (GKV) gehören, hat der NAV-Virchowbund geübt. „Statt endlich die überflüssige Praxisgebühr abzuschaffen, finanzieren die Krankenkassen auf Kosten der Solidargemeinschaft jede Menge Unsinn“, sagte der Bundesvorsitzende des Verbandes, Dirk Heinrich.

So gewähre eine Vielzahl an Gesetzlichen Krankenkassen die Behandlung bei Osteopathen, die aus guten Gründen nicht zum Leistungskatalog der GKV gehöre, weil der Nutzen nicht nachgewiesen sei, so die Bahn BKK, BKK ALP plus, BKK Thüringer Energieversorger, BKK Dürkopp Adler, BKK Essanelle, BKK vor Ort, Hanseatische Krankenkasse, HVB BKK, SBK, Securvita BKK und die Techniker Krankenkasse, wie das Verbrauchermagazin Finanztest in seiner Juniausgabe auflistet.

Darüber hinaus bezahlten einige Kassen für Arzneimittel der anthroposophischen Medizin, Homöopathie oder Phytotherapie, die seit 2004 eigentlich nicht mehr erstattungsfähig seien, darunter die BKK Essanelle, Techniker Krankenkasse und die Hanseatische Krankenkasse.

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Außerdem zahlten einige Versicherer sogar für die Behandlung durch Ärzte und Psychotherapeuten, die nicht als Kassenärzte zugelassen seien. „Sie umgehen dabei die Qualitätsanforderungen, die Krankenkassen sonst bei Vertragsärzten regelmäßig einfordern“, kritisierte Heinrich. Beispiele seien hier die BKK ALP plus, BKK Dürrkopp Adler, IKK Nord sowie die Techniker Krankenkasse.

„Die Absicht ist klar: Die Kassen wollen ein bestimmtes Klientel bedienen. Und das auf Kosten aller Beitragszahler“, kritisierte Heinrich. © hil/aerzteblatt.de

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