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Neuer DFG-Forschungsatlas – Aachen wirbt meiste Drittmittel ein

Mittwoch, 30. Mai 2012

Bonn – Der Wettbewerb um diese Drittmittel von Ministerien und Förderorganisationen für die Forschung wird zunehmend zu einem dominierenden Faktor in der deutschen Wissenschaft umfasst inzwischen große Teile der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Das geht aus dem neuen „Förderatlas 2012“ hervor, den die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gemeinsam mit der Hochschulrektoren­konferenz (HRK) und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft in Berlin vorgestellt hat.

Der neue „DFG-Förderatlas“ soll umfassend Auskunft über die öffentliche Finanzierung der Forschung in Deutschland geben. Laut dem Atlas sind die laufenden Grundmittel der Hochschulen in Deutschland zwischen 1998 und 2010 nur moderat angewachsen, nämlich von 12,6 auf 15,5 Milliarden Euro.

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Dies entspricht einer Steigerung von 23 Prozent. Die von den Hochschulen im Wett­bewerb eingeworbenen Drittmittel stiegen im selben Zeitraum dagegen um mehr als 100 Prozent von 2,5 auf über 5,3 Milliarden Euro an. Damit hat sich die „Drittmittelquote“, also der Anteil der Drittmittel an der Gesamtfinanzierung der Hochschulen und ihrer Forschungen, in einem Jahrzehnt von 16 auf 26 Prozent erhöht.

Der größte Teil der inzwischen weit über fünf Milliarden Euro an Drittmitteln stammt dabei aus drei Quellen: der DFG mit ihren zahlreichen Förderprogrammen, dem Bundes­ministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und anderen forschungs­fördernden Ministerien des Bundes sowie der Europäischen Union mit ihren Forschungs­rahmenprogrammen und dem 2007 gegründeten European Research Council (ERC). Mehr als 60 Prozent aller Fördergelder erhalten die Hochschulen und Forschungs­einrichtungen sowie die Wissenschaftler in Deutschland von diesen drei Geldgebern – über 35 Prozent dabei alleine von der DFG. Damit ist die DFG weiter der größte und wichtigste Drittmittelgeber in Deutschland.

Der DFG-Förderatlas zeigt, wie erfolgreich sich die Hochschulen an diesem Wettbewerb beteiligt haben: Bei den Hochschulen mit den meisten eingeworbenen Fördermitteln steht dabei wie im letzten DFG-Förder-Ranking die RWTH Aachen an der Spitze; sie warb zwischen 2008 und 2010 allein bei der DFG 278 Millionen Euro ein. Ihr folgt erneut die LMU München mit 264 Millionen Euro.

Die FU Berlin erhielt 251 Millionen Euro und verbesserte sich von Platz fünf auf Platz drei, gefolgt von der TU München, den Universitäten Heidelberg und Freiburg sowie dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Die Humboldt-Universität Berlin stieg gegenüber dem Förder-Ranking von 2009 um zwei Plätze auf Rang acht. Komplettiert wird die Liste der zehn bewilligungsstärksten Hochschulen durch die Universitäten Göttingen und Erlangen-Nürnberg. © hill/aerzteblatt.de

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