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Medizin

Vitamin D arme Kost kann Schlaganfallrisiko erhöhen

Mittwoch, 30. Mai 2012

Honolulu – US-Amerikanische Männer mit japanischem Ursprung, die Vitamin D arme Kost zu sich nehmen, haben ein erhöhtes Risiko für einen Schlaganfall. Diese Erkenntnisse gewannen Wissenschaftler um Gotaro Kojima von der John Burns School of Medicine at the University of Hawaii. Sie publizierten ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift Stroke (doi: 10.1161/STROKEAHA.112.651752).

Vitamin D ist ein wichtiger Nahrungsbestandteil, der bei Kindern zur Rachitis- und bei Erwachsenen zur Osteoporose-Prophylaxe eingesetzt wird. Wissenschaftler vermuteten bislang, dass das Vitamin möglicherweise auch vor verschiedenen Krebserkrankungen und Diabetes mellitus schützen könne.

Je älter Menschen werden, desto schwieriger wird es, den Vitamin-D-Bedarf über Sonnenlicht zu gewinnen. Dementsprechend raten Mediziner älteren Personen zu der Einnahme von Vitamin D reichen Lebensmitteln wie Milch, fettreichen Fischen und Eidotter.

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Die Wissenschaftler untersuchten in ihrer Studie die Daten von 8.006 japanisch-amerikanischen Männern, die auf den hawaiianischen Inseln leben. Sie begannen ihre Arbeit bereits im Jahre 1965. Die Studienteilnehmer waren zu Beginn der Studie zwischen 45 – 68 Jahre alt. Je nach Aufnahme von Vitamin D reicher Kost teilten die Wissenschaftler die Studienteilnehmer in vier Gruppen ein.

In den folgenden 34 Jahren notierten die Wissenschaftler das Auftreten von Schlaganfällen. Bei 960 Studienteilnehmern kam es zum Auftreten eines Schlaganfalls während dieser Follow-Up-Periode.

Im Anschluss passten die Wissenschaftler weitere Risikofaktoren wie Alter, Body-Mass-Index, Hypertonie, Cholesterinkonzentrationen, Alkoholaufnahme und körperliche Aktivität an. So konnten sie zeigen, dass die Männer, die am wenigsten Vitamin D zu sich nahmen ein um 22 Prozent höheres Risiko für einen Schlaganfall hatten als die Männer, die die höchsten Konzentrationen von Vitamin D zu sich nahmen.

Die Studie bestätige, dass das Essen von Vitamin D-reicher Kost zur Schlaganfallprophylaxe sinnvoll sei, so die Wissenschaftler.

Kojima und seine Kollegen erklärten abschließend, dass ihre Ergebnisse bei Frauen und anderen ethnischen Gruppen noch untersucht werden müssten. Eine niedrige Vitamin D Aufnahme sei jedoch ein unabhängiger Risikofaktor für das Auftreten von Schlaganfällen. Es seien jedoch weitere Forschungsarbeiten nötig, um zu untersuchen, inwieweit die Einnahme von Vitamin D einem Schlaganfall vorbeugen könne. © hil/aerzteblatt.de

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