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Medizin

Antidepressivum kann Neuropathie bei Krebspatienten lindern

Montag, 4. Juni 2012

Ann Arbor – Das Antidepressivum Duloxetin kann die periphere Neuropathie lindern, zu der es häufig bei einer Chemotherapie mit neurotoxischen Zytostatika kommt. Dies kam in einer Studie der Cancer and Leukemia Group B (CALGB) heraus, die auf der Jahrestagung der American Society of Clinical Oncology in Chicago vorgestellt wurde.

Duloxetin gehört zur Gruppe der selektiven Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer. Das 2004 eingeführte Antidepressivum wird heute auch zur Behandlung der diabetischen Neuropathie eingesetzt. Unter vergleichbaren Beschwerden leiden auch viele Krebspatienten, wenn sie mit Oxaliplatin oder Paclitaxel behandelt werden.

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Die CALGB-Studie 170601 hat deshalb in einer Studie an 231 Patienten untersucht, ob Duloxetin auch hier wirksam ist. Um die Verträglichkeit zu verbessern, wurde die Dosis langsam von 20 mg/die in der ersten Woche auf 60 mg/die gesteigert. Dies sollte vor allem eine Fatigue verhindern, unter der viele Krebspatienten ohnehin schon infolge der Chemotherapie leiden.

Tatsächlich kam es unter der Therapie mit Duloxetin häufiger zu einer Fatigue (Grad 2+ bei 11 versus 3 Prozent), wie Ellen Lavoie Smith von der University of Michigan School of Nursing in Ann Arbor feststellen musste. Auf der anderen Seite kam es aber bei 59 Prozent der Patienten zu einer Linderung der Schmerzen (39 Prozent unter Placebo), weshalb Smith einen Therapieversuch empfiehlt mit dem Hinweis, dass das Medikament wohl nicht für alle Patienten geeignet ist. © rme/aerzteblatt.de

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