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Ärzteschaft

KV Niedersachsen fordert Abschaffung der Regresse

Dienstag, 5. Juni 2012

Hannover – Die Ver­tre­ter­ver­samm­lung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nieder­sachsen hat Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Daniel Bahr (FDP) aufgefordert, die Regresse für Arznei- und Heilmittel abzuschaffen und dafür den entsprechenden Paragrafen 106 im Fünften Sozialgesetzbuch zu ändern.

„Richtgrößenprüfungen sind als Instrument zur Ausgabensteuerung im Arznei- und Heilmittelbereich völlig ungeeignet“, heißt es in einer entsprechenden Resolution. Sie demotivierten die Ärzte und hielten den Nachwuchs davon ab, eine Praxis zu eröffnen oder zu übernehmen.

Nach vorläufigen Berechnungen müssen für das vergangene Jahr 817 niedersächsische Kassenarztpraxen mit Richtgrößenprüfungen im Arzneimittelbereich und 1.486 Praxen mit potenziellen Prüfungen im Heilmittelbereich rechnen.

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„Die in den vergangenen Gesundheitsreformen eingeführten Veränderungen, insbe­sondere das Schlagwort ‚Beratung vor Regress‘, führen nicht weit genug. Es muss zu einer Gesetzesänderung kommen, die den Kassenärzten die Verantwortung für das Arznei- und Heilmittelausgabevolumen nimmt“, so die KV-Delegierten. © hil/aerzteblatt.de

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