NewsÄrzteschaftKV Niedersachsen fordert Abschaffung der Regresse
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

KV Niedersachsen fordert Abschaffung der Regresse

Dienstag, 5. Juni 2012

Hannover – Die Ver­tre­ter­ver­samm­lung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nieder­sachsen hat Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Daniel Bahr (FDP) aufgefordert, die Regresse für Arznei- und Heilmittel abzuschaffen und dafür den entsprechenden Paragrafen 106 im Fünften Sozialgesetzbuch zu ändern.

„Richtgrößenprüfungen sind als Instrument zur Ausgabensteuerung im Arznei- und Heilmittelbereich völlig ungeeignet“, heißt es in einer entsprechenden Resolution. Sie demotivierten die Ärzte und hielten den Nachwuchs davon ab, eine Praxis zu eröffnen oder zu übernehmen.

Nach vorläufigen Berechnungen müssen für das vergangene Jahr 817 niedersächsische Kassenarztpraxen mit Richtgrößenprüfungen im Arzneimittelbereich und 1.486 Praxen mit potenziellen Prüfungen im Heilmittelbereich rechnen.

Anzeige

„Die in den vergangenen Gesundheitsreformen eingeführten Veränderungen, insbe­sondere das Schlagwort ‚Beratung vor Regress‘, führen nicht weit genug. Es muss zu einer Gesetzesänderung kommen, die den Kassenärzten die Verantwortung für das Arznei- und Heilmittelausgabevolumen nimmt“, so die KV-Delegierten. © hil/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

18. Juni 2020
Berlin – Die Zahl der Regresse in Deutschland ist tendenziell rückläufig. Das zeigt eine Abfrage des Deutschen Ärzteblatts in den Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen). Zudem variiert die Art der
Große regionale Unterschiede bei Wirtschaftlichkeitsprüfungen
7. Mai 2020
Berlin – Ärzte müssen im Fall eines Arznei- oder Heilmittelregresses in der Regel nicht mehr für die gesamten Kosten einer unwirtschaftlichen Verordnung aufkommen, sondern nur den Mehrpreis erstatten.
Entlastungen für Ärzte bei Wirtschaftlichkeitsprüfung
5. April 2019
Frankfurt am Main – Die hessischen Hausärzte wollen künftig nicht mehr selbst für aus Sicht der Krankenkasse zu viel verordnete Arznei- und Heilmittel geradestehen müssen. Die Regresse seien die
Hessens Hausärzte fordern Abschaffung der Regressverfahren
14. Februar 2019
Frankfurt am Main – Der Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen (KVH) hat den Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) scharf für seine Blockadehaltung in Bezug auf die im
Scharfe Kritik am GKV-Spitzenverband
11. Februar 2019
Hannover – Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) hat sich erneut für eine vollständige Abschaffung von Regressen für niedergelassene Ärzte ausgesprochen. Die Regressdrohungen schreckten
KV Niedersachsen spricht sich für vollständige Abschaffung von Arznei- und Heilmittelregressen aus
21. Dezember 2018
Berlin – Ärztliche Entscheidungen sollen künftig nur noch im konkreten Verdachtsfall überprüft werden. Man schaffe „bestimmte Regresse und die Zufallsprüfungen ab“, wie Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens
Spahn will Regresse gegen Ärzte lockern
27. November 2018
Hannover - Auch im ambulanten Bereich sind Ärzte immer wieder mit Rückzahlungsforderungen von Krankenkassen konfrontiert. Darauf hat jetzt die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Niedersachsen
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Anzeige

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER