NewsÄrzteschaftKV-Niedersachsen kritisiert Kassen wegen Blockade­haltung bei Langfrist­verordnungen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

KV-Niedersachsen kritisiert Kassen wegen Blockade­haltung bei Langfrist­verordnungen

Freitag, 8. Juni 2012

Hannover – Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen (KVN) hat die Krankenkassen aufgefordert, Langfristverordnungen für Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie unbürokratisch zu genehmigen. Seit einigen Wochen gibt es der KVN zufolge massive Beschwerden der verordnenden Ärzte, dass die Krankenkassen die Genehmigungen nicht erteilen.

„Leider verweigern einige Krankenkassen diese Genehmigungen, obgleich das GKV-Versorgungsstrukturgesetz die Möglichkeit der Langzeitverordnungen der Heilmittel-Richtlinie in das Sozialgesetzbuch V aufgenommen hat“, kritisierte Jörg Berling, stellvertretender KVN-Vorstandsvorsitzender. Dies sei nicht im Sinne der Patienten.

Laut KVN haben Patienten mit besonders schweren und dauerhaften Erkrankungen seit Anfang Januar den gesetzlichen Anspruch, sich die Verordnung von Heilmitteln durch den Arzt langfristig von ihrer Krankenkasse genehmigen zu lassen.

Anzeige

Nach ärztlicher Begründung und auf Antrag des Versicherten entscheidet die Krankenkasse darüber, ob aufgrund der besonderen Schwere und Langfristigkeit der körperlichen Schädigungen die verordnungsfähigen Leistungen langfristig bewilligt werden. Die Genehmigung kann zeitlich befristet werden, soll aber mindestens ein Jahr umfassen.

„Die Regelung soll die Behandlungskontinuität der Erkrankten fördern“, so der KVN-Vorstandsvorsitzende Mark Barjenbruch. Die KV fordert daher die Krankenkassen auf, ihre Blockadehaltung nicht länger fortzusetzen. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

14. Mai 2019
Köln – Zu der Frage, ob Pflegeheimbewohner und Pflegeheimpersonal von einer patientenindividuellen Medikamenten-Verblisterung (PIV) profitieren, gibt es kaum belastbare Daten aus Studien. Zu diesem
Nutzen einer individuellen Arzneimittelverpackung für Pflegeheimbewohner unklar
8. Mai 2019
Berlin – Deutschlands Apotheker wollen allen Patienten künftig eine „kostenfreie, wettbewerbsneutrale und leicht bedienbare Web-App“ anbieten, mit der sie ihre Rezepte online einsehen und einlösen
Apotheker entwickeln Web-App zur Verwaltung elektronischer Rezepte
6. Mai 2019
Berlin – Deutschlands Apotheker warnen vor einem unbedachten Verzicht auf Medikamente im muslimischen Fastenmonat Ramadan. „Wer dauerhaft zu bestimmten Tageszeiten Medikamente einnehmen muss, sollte
Apotheker warnen vor Arzneimittelverzicht im Ramadan
23. April 2019
Frauenfeld – DocMorris will stationären Apotheken nach der Einführung elektronischer Rezepte (E-Rezepte) weitere Marktanteile abjagen. Während Patienten heute erst 1,3 Prozent aller
DocMorris wittert Millionengeschäft mit E-Rezepten
18. April 2019
Frankfurt am Main – Ärzte haben im vergangenen Jahr rund 50 Millionen grüne Rezepte mit OTC-Präparaten („over the counter“, also rezeptfreie Präparate) an Patienten weitergegeben, etwa zwei Prozent
Grünes Rezept für rezeptfreie Arzneimittel immer beliebter
9. April 2019
Berlin – Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), Bundes­ärzte­kammer (BÄK) und Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) dringen darauf, dass die neue Software mit
Ärzte lehnen zusätzliche Kosten für Arzneimittelinformationssystem ab
27. März 2019
Berlin – Ärzte haben offenbar mehr Biosimilars verordnet als bisher. Das lassen Ergebnisse einer Umfrage der Arbeitsgemeinschaft ProBiosimilars erahnen. Befragt wurden dafür 2018 und 2017 rund 180
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER