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Politik

Arbeitsmarkt im Gesundheitswesen leergefegt

Mittwoch, 13. Juni 2012

Gummersbach – Das Personal ist in der Gesundheitswirtschaft schon heute der zentrale erfolgskritische Faktor. Das ist das Ergebnis einer „Healthcare-HR-Trendstudie“ genannten Untersuchung der Managementberatung Kienbaum. Geeignete Mitarbeiter für ihre Schlüsselpositionen zu finden, ist danach für Unternehmen in der Gesundheits­branche die im Augenblick größte Herausforderung.

Auf den Plätzen zwei und drei der Prioritäten folgen die Themen Führungsqualität mit 43 Prozent und die Attraktivität als Arbeitgeber mit 38 Prozent. Das Thema Gesundheits­management hat in acht Prozent der Firmen eine hohe Priorität, 30 Prozent weisen ihm eine mittlere Priorität zu.

„In den Firmen wächst das Bewusstsein, dass die professionelle Rekrutierung geeigneter Mitarbeiter für die wichtigsten Positionen eine zentrale Voraussetzung für nachhaltigen unternehmerischen Erfolg ist“, sagte Alexander Mischner, Berater bei Kienbaum.

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Ein Grund für den hohen Stellenwert der Rekrutierung ist offenbar der Fachkräftemangel im Gesundheitswesen. Bei rund der Hälfte der Befragten macht sich der zunehmende Fachkräftemangel stark oder eher stark bemerkbar. Lediglich zwölf Prozent der Unter­nehmen leiden „eher schwach“ darunter.

Diese Entwicklung wird sich nach Einschätzung der Personalverantwortlichen weiter zuspitzen. In fünf Jahren wird es nach Einschätzung knapp der Hälfte aller Befragten deutlich schwerer beziehungsweise eher schwerer, geeignetes Personal zu finden.

Viele Unternehmen wollen daher als Arbeitgeber attraktiver werden, um im Wettbewerb um die besten Talente erfolgreich zu sein: 79 Prozent der Studienteilnehmer sind der Ansicht, dass die Bedeutung der Arbeitsattraktivität in den kommenden fünf Jahren sehr wichtig werden wird.

Das Beratungsunternehmen hat für die Healthcare-HR-Trendstudie rund 300 Geschäfts­führer und Personalverantwortliche befragt. Rund 30 Prozent der Teilnehmer kommen aus dem Krankenhaus-Umfeld. Personalchefs im Segment Medizinprodukte sind zu 60 Prozent vertreten. Zehn Prozent der Teilnehmer kommen aus der Pharmabranche. © hil/aerzteblatt.de

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