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Ärzteschaft

Zentralinstitut startet neue Praxisbefragung

Mittwoch, 13. Juni 2012

dpa

Berlin – Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (ZI) hat die dritte Runde der bundesweiten Kostenstrukturerhebung im Rahmen des ZI-Praxis-Panels (ZiPP) angekündigt. Mehrere tausend Praxen werden dafür bis Ende Juni Post erhalten.

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Bei der Befragung geht es um die Praxiskosten im vergangenen Jahr. Das ZI erhebt die Angaben im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung und der Kassenärztlichen Vereinigungen, damit die KVen steigende Ausgaben für Personal, Miete, Geräte und ähnliches nachweisen und in den Honorarverhandlungen mit den Krankenkassen geltend machen können.

„Nur mit diesen Daten können die berechtigten Interessen der Vertragsärzte und Vertrags­psychotherapeuten gegenüber den Krankenkassen durchgesetzt werden“, hieß es aus dem ZI. Für valide Daten sei wichtig, dass jährlich rund 7.000 Praxen Auskunft zu ihrer Kostenstruktur gäben.

Deshalb möchte das ZI die Rücklaufrate nach Möglichkeit fördern. Dazu gehören folgende Maßnahmen:

  • Gemeinschaftspraxen erhalten wegen des höheren Aufwands für die Einbeziehung der Steuerberater ab diesem Jahr eine Aufwandsentschädigung von 350 Euro (statt bislang 200 Euro). Für Einzelpraxen gibt es weiterhin 200 Euro.
  • Der Fragebogen ist stark vereinfacht worden und erlaubt die Nutzung durch alle Facharztgruppen und Fachkombinationen.
  • Steuerberater erhalten über DATEV und Addison eine Software, mit deren Hilfe sie den Fragebogen aus vorliegenden Steuererklärungen binnen weniger Minuten ausfüllen können.
  • Alle Teilnehmer erhalten einen individuellen Auswertungsbericht mit Vergleichskennzahlen, der ihnen bei der Einschätzung der Organisation und der wirtschaftlichen Situation ihrer Praxis helfen kann. Zudem stellt ihnen das ZI den Jahresbericht nach Veröffentlichung zur Verfügung.   

Im März 2012 hatte das ZI den ersten sogenannten ZIPP-Jahresbericht veröffentlicht. Rund 4.700 Praxen hatten an der entsprechenden Datenerhebung im Jahr 2010 teilgenommen. Heraus kam, dass die Ausgaben in den Praxen zwischen 2006 und 2008 deutlich zugenommen haben und dass die Praxen sich mit Neu- und Ersatzinvestitionen stark zurückhielten.

Über alle Fachgruppen hinweg waren die Praxiskosten um 3,5 Prozent gestiegen, während die Investitionen um mehr als 30 Prozent zurückgingen. Im gleichen Zeitraum betrug die Inflationsrate rund fünf Prozent. Das ZI leitete daraus unter anderem ab, dass der Punktwert jährlich um das 1,5-fache der Inflationsrate steigen sollte, um wieder Spielraum für Investitionen in den Praxen zu schaffen. © hil/aerzteblatt.de

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