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Politik

AOK plädiert für stärkeres wissenschaftliches Engagement im Gesundheitswesen

Freitag, 15. Juni 2012

Berlin – Der AOK-Bundesverband hat mehr Anstrengungen um eine höhere Qualität und Transparenz im Gesundheitswesen angemahnt. Der Patient müsse bei all diesen Bemühungen im Fokus stehen, erklärte der Vorstandsvorsitzende Jürgen Graalmann auf dem Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit in Berlin.

„Wir brauchen mehr wissenschaftlich fundierte Grundlagen für medizinische Entschei­dungen, eine deutlich konsequentere Nutzenbewertung von Innovationen und eine nachhaltige Sicherung unserer Finanzierung", sagte Graalmann. Nur sei eine  hoch­wertige, medizinische Versorgung für die gesamte Bevölkerung unabhängig von Alter, Geschlecht und Einkommen auf Dauer sicherzustellen.

Gleichzeitig forderte Graalmann, das Gutachten des Sachverständigenrates (SVR) von 2001 zur Unter-, Über- und Fehlversorgung in Deutschland fortzuschreiben. Das Gutachten habe dem deutschen Gesundheitswesen wertvolle Impulse gegeben. „Wir haben eine evidenzbasierte, leitlinienorientierte Medizin, die in Disease-Management-Programmen aufgegangen ist. Das ist ein Quantensprung, den wir uns vor zehn Jahren so nicht haben vorstellen können", lobte der AOK-Vorstandschef.

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Als weitere wichtige Errungenschaften des Gutachtens nannte er den Gemeinsamen Bundes­aus­schuss (G-BA) und das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit (IQWiG). "Europa und die ganze Welt beneiden uns um diese Einrichtungen", so Graalmann. © hil/aerzteblatt.de

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