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Ärzteschaft

Von guten Hausarztverträgen profitieren auch Fachärzte

Montag, 18. Juni 2012

Stuttgart – Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Baden-Württemberg hat die positive Evaluation des AOK-Hausarztvertrages (Hausarztzentrierte Versorgung, HzV) im Land begrüßt. „Wir werden uns die Ergebnisse genau anschauen und die Wirkungs­mechanismen, die dazu geführt haben, untersuchen“, sagte der KV-Vorstands­vor­sitzende Norbert Metke. Dabei stehe auch zur Debatte, ob und welche sinnvollen Aspekte aus den HzV-Verträgen die KV in die Regelversorgung übernehmen könne.

Wissenschaftler der Universitäten Frankfurt/Main und Heidelberg waren bei der Evaluation des Vertrages zu dem Schluss gekommen, dass insbesondere chronisch Kranke besser und strukturierter versorgt werden, wenn sie sich in einer Hausarztpraxis eingeschrieben haben.

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Für Metke sind die Ergebnisse der Evaluation auch aus fachärztlicher Sicht zu begrüßen. „Die HzV-Verträge in Baden-Württemberg erleichtern die fachärztliche Tätigkeit, da sie die unstrukturierte Inanspruchnahme fachärztlicher Leistungen bei gleichen Patienten­zahlen reduziert haben“, sagte er.

Die HzV-Verträge schafften Rahmenbedingungen, in denen fachärztliches Know-How die Patienten erreiche, die es benötigten. Deshalb seien HzV-Verträge ein Plus für den Facharzt. Metke warnte davor, die Auseinandersetzungen der vergangenen Jahre wieder aufflammen zu lassen: „Wer die alten Grabenkämpfe Hausarzt-Facharzt wieder aufnimmt, nimmt den Fachärzten ihre Zukunftsperspektive. Was sich hausärztlich bewährt, ist fachärztlich gut“, betonte der KV-Chef. © hil/aerzteblatt.de

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