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Medizin

B-Streptokokken Meningitis und Kindsentwicklung

Mittwoch, 20. Juni 2012

Houston – Auch wenn die Mortalitätsrate bei Kindern mit B-Streptokokken Meningitis in den letzten 25 Jahren stark gesunken ist, ist dennoch die Hälfte der Kinder nach einer B-Streptokokken-Meningitis langfristig in ihrer Entwicklung eingeschränkt. Zu diesen Erkenntnissen kamen Wissenschaftler um Morven Edwards von dem Baylor College of Medicine. Sie publizierten ihre Ergebnisse in der Zeitschrift Pediatrics (doi: 10.1542/peds.2011-3453).

Etwa 25 Prozent der schwangeren Frauen sind Trägerinnen von B-Streptokokken. Während der Geburt erhalten sie deswegen Antibiotika um eine Übertragung des Bakteriums zu verhindern und den Säugling an seinen ersten Lebenstagen zu schützen.

Die Bakterien können innerhalb von kürzester Zeit großen Schaden in den Gehirnen der Säuglinge verursachen. Nach wie vor gehört die B-Streptokokken Meningitis deswegen zu den am meisten gefürchteten Kinderkrankheiten.

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Die Wissenschaftler wollten herausfinden, inwieweit sich die Medizin in den letzten Jahren verbessert hat und welche Auswirkungen dies auf die Entwicklung von Kindern nach einer B-Streptokokken Meningitis hat. Die B-Streptokokken sind für etwa 85 Prozent der bakteriellen Meningitiden bei Kindern unter zwei Monaten verantwortlich.

Die Forscher untersuchten in ihrer Studie die Daten von 90 Kindern, die eine B-Streptokokken Meningitis hatten. Sie beobachteten die Kinder im Anschluss an ihre Erkrankung über einen Zeitraum von mehreren Jahren und führten bei ihnen neurologische, motorische, Hör- und Sehtests durch. Von den Kindern, die die Erkrankung überlebten waren etwa 25 Prozent leicht bis moderat in ihrer Entwicklung eingeschränkt, 19 Prozent waren schwer eingeschränkt. 

Die nur leicht in ihrer Entwicklung eingeschränkten Kinder hatten leichte neurologische und funktionelle Schwächen und waren außerdem in ihren schulischen Aktivitäten und Lernfähigkeiten eingeschränkt. Zeichen für eine schwere Beeinträchtigung waren beispielsweise Blindheit oder eine zerebrale Lähmung.

Den Forschern zufolge gäbe es wichtige Schritte, um die B-Streptokokken Meningitis Inzidenz zu senken. So schlagen sie eine Impfung der Mütter vor und möchten außerdem die Allgemeinbevölkerung auf die Symptome der Erkrankung aufmerksam machen, um eine frühzeitige Therapie zu ermöglichen und Entwicklungsverzögerungen vorzubeugen. © hil/aerzteblatt.de

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