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Ärzteschaft

Marburger Bund warnt vor Niedergang des Öffentlichen Gesundheitsdienstes

Donnerstag, 21. Juni 2012

Berlin – Im Streit um die Tarifregelung für die Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst hat der Marburger Bund (MB) die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) scharf kritisiert. „Die VKA hat sich mit ihrer eiskalten Haltung auf den Weg des Nieder­gangs des Öffentlichen Gesundheits­dienstes begeben und damit die kommunale Verant­wortung für die gesundheitliche Gefahren­abwehr […]verraten“, sagte der Erste MB-Vorsitzende Rudolf Henke nach dem Scheitern einer Schlichtung mit dem VKA.

Laut dem MB sind die Aufgaben für die Leiter der Gesundheitsämter durch die sture Verweigerungshaltung der Arbeitgeber in der Schlichtung und den Tarifverhandlungen „objektiv unlösbar geworden“.

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Laut dem MB hintertreibt die VKA einen Tarifabschluss für die Ärzte im Öffentlichen Gesundheitsdienst. Gleichzeitig befürworte sie individuelle Zulage bei regionalen Stellenbesetzungsproblemen in Höhe von rund 5.000 Euro pro Jahr. Das zeige, dass den Kommunen bei der Gewinnung von Ärzten für die gesundheitliche Gefahrenabwehr das Wasser bis zum Hals stehe. Diese Haltung des VKA sei „an Zynismus kaum zu überbieten“, so Henke.

Der Marburger Bund ruft jetzt alle Ärzte in den Gesundheitsämtern auf, ihren Anspruch auf Zulage geltend zu machen. Die Ärztegewerkschaft werde ein Register der Gesundheitsämter schaffen und die Praxis der Vergütung dokumentieren. „Wir sind bereit mit jeder Kommune, die die Lage in den Gesundheitsämtern verbessern will, einen eigenständigen Ärzte-Tarifvertrag abzuschließen“, erklärte der MB-Vorsitzende. © hil/aerzteblatt.de

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