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Politik

McKinsey wünscht sich kompletten Neustart bei der Kran­ken­ver­siche­rung

Dienstag, 26. Juni 2012

Berlin – Für eine Neuordnung des deutschen Kran­ken­ver­siche­rungssystems plädiert die Unternehmensberatung McKinsey. Die Unternehmensberatung setzt dabei nicht ausschließlich auf private Kassen, sondern auf ein Miteinander der privaten und der gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung. Das erläuterte der Leiter des Bereiches Gesundheitswesen bei McKinsey, Axel Baur, im Interview mit der Zeitung Die Welt.

„Klar ist allerdings, dass für die Politik dringender Handlungsbedarf besteht, denn beide Systeme stehen vor gewaltigen Herausforderungen“, so Baur. Das Problem der gesetz­lichen Kassen sei das zunehmende Durchschnittsalter der Deutschen. Der höhere Anteil Älterer könne für die Kassen mittelfristig zu einer Unterdeckung von vier bis fünf Milliarden Euro jährlich führen.

Die Herausforderung der privaten Kassen sei dagegen die Planungssicherheit: Wie stark das Anlagevermögen der Versicherten in den kommenden Jahren verzinst werden könne, lasse sich kaum vorhersagen – ebenso wenig wie sich neue Kosten prognos­tizieren ließen, die der medizinische Fortschritt mit sich bringe.

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Laut Baur sind Einzelmaßnahmen aber nicht das Gebot der Stunde: „Das Design unseres Gesundheitssystems krankt daran, dass es wie ein Flickenteppich konstruiert ist: Es wird mal hier, mal da repariert“, sagte er. Der Berater empfiehlt dagegen einen „einheitlich gewobenen Teppich zu schaffen und sich dabei an den Systemen anderer Länder zu orientieren“. Sinnvoll sei zum Beispiel ein System mit einer verpflichtenden Grundversorgung über die gesetzlichen Kassen und Zusatzleistungen über die privaten wie in der Schweiz.

© hil/aerzteblatt.de

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