NewsÄrzteschaftKammer Westfalen-Lippe will berufsrechtlich gegen Schwarze Schafe vorgehen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Kammer Westfalen-Lippe will berufsrechtlich gegen Schwarze Schafe vorgehen

Dienstag, 26. Juni 2012

Münster – Die Ärztekammer Westfalen-Lippe will weiterhin berufsrechtlich gegen niedergelassene Ärzte vorgehen, die gegen das Verbot der Verschreibung gegen Entgelt in der Berufsordnung verstoßen. Kammerpräsident Theodor Windhorst sagte vor der Presse in Münster, die Kammer habe in zurückliegenden Jahren im sogenannten Ratiopharm-Skandal berufsrechtliche Abmahnungen mit Geldbußen verhängt.

Er appellierte an die Krankenkassen, der Kammer in Verdachtsfällen Ross und Reiter zu nennen, damit sie Verstöße gegen das ärztliche Berufsrecht ahnden könne. Zugleich verwahrten sich Windhorst und Vizepräsident Klaus Reinhardt gegen eine pauschale Verunglimpfung der Ärzteschaft, wie sie in einigen Medien stattfinde.

Anzeige

Reinhardt: „Es handelt sich um einzelne Schwarze Schafe unter den Ärzten, nicht um ein Massenphänomen.“ Um gegen sie wirksam vorgehen zu können, seien die Sanktionen im Berufsrecht in Westfalen-Lippe vor einiger Zeit verschärft worden.

Der Bundesgerichtshof hatte am 22. Juni entschieden, dass Vertragsärzte keine Amtsträger und auch keine Beauftragten der Krankenkassen seien und deshalb nicht wegen Bestechlichkeit verurteilt werden könnten. Im Ergebnis befriedigt das Urteil nach Windhorsts Überzeugung nicht. Er hob hervor, dass der BGH den Gesetzgeber ausdrücklich auf die Möglichkeit hinweise, strafrechtliche Normen zu schaffen, die auch Vertragsärzte erfassten. © Stü/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

29. November 2019
Berlin – Das unabhängige Bewertungsportal Leitlinienwatch hat den Umgang mit möglichen Interessenkonflikten bei der Nationalen Versorgungsleitlinie (NVL) Herzinsuffizienz gelobt. Die NVL erhielt in
Nationale Versorgungsleitlinie für vorbildlichen Umgang mit Interessenkonflikten gelobt
24. Oktober 2019
Berlin – Mehr Transparenz und klare Richtlinien für den Umgang mit der Industrie im Medizinstudium fordert die Bundesvertretung der Medizinstudierenden in Deutschland (bvmd). „Unser Studium soll uns
Medizinstudierende fordern Richtlinien gegen Industrie-Beeinflussung an den Hochschulen
10. Juli 2019
Farmington/Connecticut und Toronto – Ärzte, die von Pharmafirmen zum Essen oder auf kostenlose Fortbildungsveranstaltungen eingeladen oder für Beratertätigkeiten sowie Vorträge honoriert werden,
Marketing förderte Verordnung von Gabapentin und Biologika in den USA
24. Juni 2019
Berlin – Pharmaunternehmen haben Ärzten, Fachkreisangehörigen und medizinischen Institutionen für Leistungen im vergangenen Jahr deutlich mehr Geld bezahlt als noch ein Jahr zuvor. Das zeigt der neue
Pharmaindustrie bezahlt mehr Geld an Ärzte
3. April 2019
Wuppertal – Gegen den wegen eines Medikamentenskandals zu zwölf Jahren Haft verurteilten Apotheker aus Bottrop wird erneut ermittelt. Diesmal gehe es um den Verdacht der Korruption im
Ermittlungen gegen Bottroper Apotheker wegen Korruptionsverdachts
28. März 2019
Karlsruhe – In Apotheken gibt es zu Medikamenten gelegentlich noch kleine Werbegeschenke – ob und in welchem Umfang dies bei preisgebundenen Arzneimitteln auf Rezept zulässig ist, ist rechtlich
Bundesgerichtshof prüft Werbegeschenke in Apotheken
21. Januar 2019
Boston – Ein kostenloses Essen für den Arzt oder andere Geschenke des Pharmamarketings könnten den Drogentod einzelner Patienten fördern. In den USA kam es laut einer Studie in JAMA Network Open
LNS LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER