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Neue Streiks an den Damp-Kliniken

Mittwoch, 27. Juni 2012

Damp – Mit neuen Streiks erhöht die Gewerkschaft Verdi im Tarifkonflikt bei den Damp-Kliniken den Druck auf den neuen Eigentümer Fresenius-Helios. Am Mittwoch streikten in Damp rund 350 Beschäftige des Therapiezentrums sowie der Zentralen Service-Gesellschaft Damp (ZSG), wie eine Verdi-Sprecherin auf Anfrage sagte. An einem Demonstrationszug hätten sich rund 600 Mitarbeiter beteiligt.

Weitere Streiks sind in Damp für Donnerstag und Freitag geplant. Am Samstag wollen Beschäftigte auf einer zentralen Kundgebung in Kiel demonstrieren. Dazu wird auch der Verdi-Bundesvorsitzende Frank Bsirske erwartet.

Die Damp-Eigentümer hatten am Dienstag die Gespräche mit der Gewerkschaft abgebrochen. Ende vergangener Woche waren 1.000 Kündigungen bei der ZSG ausgesprochen worden. In diesem Fall sind am Arbeitsgericht Kiel bereits vereinzelte Kündigungsschutzklagen eingegangen, wie ein Sprecher bestätigte. Rund 150 weitere Kündigungsschutzklagen sammelte Verdi am Mittwoch am Rande des Streiks in Damp ein. Allein dort sind 401 Mitarbeiter betroffen.

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Weiter keine Lösung des Tarifkonflikts in Sicht
Auch nach Verhandlungen in Berlin am Montag und Dienstag zeichnet sich keine Lösung des Tarifkonflikts ab. Vom Tarifkonflikt betroffen sind 5.600 Mitarbeiter in Kliniken in Schleswig, Hamburg, Kiel, Stralsund, Ahrenshoop und Damp. Sie sollen nach der Übernahme der Damp-Kliniken durch die Fresenius-Tochter Helios den von Verdi als schlechter eingestuften Helios-Tarifvertrag übernehmen. Die Gewerkschaft fordert 7,5 Prozent mehr Gehalt, eine Jahressonderzahlung und eine Arbeitsplatzgarantie im Service.

Helios hatte am Dienstag angekündigt, einem großen Teil der 1.000 gekündigten ZSG-Mitarbeiter Jobs bei künftigen Dienstleistern anbieten zu wollen. Dadurch sollen laut dem zuständigen Regionalgeschäftsführer des Arbeitgebers, Jörg Reschke, rund 80 Prozent der Mitarbeiter der ZSG eine neue berufliche Perspektive zu branchenüblichen Arbeits- und Vergütungsbedingungen erhalten.

Die Gewerkschaft warf dem Arbeitgeber am Mittwoch aber vor, die Betroffenen unter Druck zu setzen. „Mit kurzfristig angesetzten Bewerbungsgesprächen für neue Service-Einrichtungen sollen die Kolleginnen und Kollegen zum Wechsel in vermutlich deutlich schlechter bezahlte Tätigkeiten gedrängt werden“, sagte Verdi-Verhandlungsführer Oliver Dilcher.

Dilcher kritisierte, die Bewerbungsgespräche würden mitten in eine laufende Tarifrunde und ungeachtet der laufenden juristischen Klärung angesetzt. Dies diene ausschließlich dazu, die Betroffenen zu verunsichern und gefügig zu machen. © dapd/aerzteblatt.de

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