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Schulterschluss von Deutscher Krebshilfe und Deutscher Krebsgesellschaft

Montag, 2. Juli 2012

Berlin – Die Deutsche Krebshilfe und die Deutsche Krebsgesellschaft wollen künftig enger kooperieren, beispielsweise auf dem Gebiet der Krebsinformation, bei der Durchführung von Informationsveranstaltungen und Kongressen, bei gesundheits- und wissenschaftspolitischen Aktivitäten und bei anderen Projekten. Dazu unterzeichneten heute beide Organisationen in Berlin einen Kooperationsvertrag.

„Damit findet ein Schulterschluss zweier Organisationen statt, die sich seit Jahrzehnten auf unterschiedlichen Ebenen für Krebspatienten engagieren: die Deutsche Krebs­gesellschaft als Medizinische Fachgesellschaft und wir als Hilfs- und Förderorganisation“, sagte Hans-Peter Krämer, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe.

Keineswegs aber handele es sich um eine Fusion, da sonst das Selbstverständnis der Organisationen verloren ginge. „Wir wollen den Patienten künftig mehr Orientierung im Dschungel der Informationen zu Krebserkrankungen geben“, sagte der Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft, Werner Hohenberger. Aber auch der Politik wolle man als gemeinsamer Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

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Ein hervorragendes Beispiel für die effektive Zusammenarbeit mit der Deutschen Krebshilfe bereits in der Vergangenheit sei der Nationale Krebsplan, der 2008 vom Bundesministerium für Gesundheit, der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren, der Deutschen Krebsgesellschaft und der Deutschen Krebshilfe initiiert worden ist.

Spendengelder sollen auch künftig ausschließlich an die Deutsche Krebshilfe gehen. 2011 betrug ihr Spendenergebnis 88,2 Millionen Euro, mit denen die Organisation 155 neue Projekte förderte. „Nach Angaben des Deutschen Spendenrats ist die Spendenbereitschaft in Deutschland im letzten Jahr gesunken.Umso mehr freut es uns, dass wir unsere Einnahmen auch in diesem Jahr wieder auf einem hohen Niveau halten konnten“, betonte Fritz Pleitgen, Präsident der Deutschen Krebshilfe.

Die Spenden stammen größtenteils aus Erbschaften und Vermächtnissen, aber auch aus Einzelspenden, Mitgliedsbeiträgen und Veranstaltungen. „Unsere Organisation verzichtet bei ihrer Mittelakquise konsequent auf Spendenwerbung auf Provisionsbasis. Spenden der Pharmaindustrie nehmen wir nicht entgegen, um unabhängig bleiben zu können, Spenden der Tabakindustrie lehnen wir ab, da Rauchen nachweislich krebserregend ist“, betonte Pleitgen.

Eines der Hauptanliegen der Deutschen Krebshilfe ist es, das hohe Niveau der Krebsforschung in Deutschland weiter zu steigern und die Translation zu stärken. „Allein im Geschäftsjahr 2011 investierte die Deutsche Krebshilfe rund 31,8 Millionen Euro in eine Vielzahl hochwertiger onkologischer Forschungsprojekte“, erklärte Dr. Otmar Wiestler, Vorsitzender des Beirats der Deutschen Krebshilfe. Das mache die Organisation zum größten privaten Drittmittelgeber in diesem Bereich in Deutschland.

Darüber hinaus stellte die Deutsche Krebshilfe für Kinderkrebs-Projekte 3,2 Millionen Euro bereit. 4,8 Millionen Euro flossen in den Härtefonds. Dieser Fonds kann von Menschen in Anspruch genommen werden, die durch eine Krebserkrankung in finanzielle Not geraten sind. Für Aufklärung und Information stellte die Deutsche Krebshilfe im letzten Jahr 5,7 Millionen Euro bereit. © ER/aerzteblatt.de

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