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Neues Aktionsbündnis gegen Darmkrebs

Montag, 2. Juli 2012

Berlin – Ein „Aktionsbündnis gegen Darmkrebs“ starten die Betriebskrankenkassen (BKK) zusammen mit der Felix Burda Stiftung. Schirmherr ist Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Daniel Bahr (FDP). Hintergrund ist, dass jährlich rund 27.000 Menschen in Deutschland an Darmkrebs sterben. Die 2002 eingeführte Vorsorge-Koloskopie nutzen laut der BKK jährlich nur rund drei Prozent der Berechtigten.

Im Rahmen der neuen Initiative wollen die BKKen Versicherte, die das 55. Lebensjahr erreicht haben, schriftlich zur Koloskopie einladen. Vorbild für dieses Einladungs­verfahren ist das Mammographie-Screening.

Die Betriebskrankenkassen wollen aber auch die Gruppe der 50- bis 54-Jährigen ansprechen und zu einem Vorsorgetest motivieren. Dieser neue Test entspreche den Empfehlungen der Europäischen Union sowie den aktuellen Leitlinien des Berufs­verbandes niedergelassener Gastroenterologen Deutschlands. Die Nachweisquote bei diesem immunologischen Test liege mit 90 Prozent mehr als doppelt so hoch wie beim alten Papiertest.

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Darüber hinaus soll es erstmalig ein Angebot für die Menschen geben, die die Koloskopie ablehnen, auch hier wollen die Betriebskrankenkassen präventiv den immunologischen Test einsetzen.

Laut den BKKen sind neben der Felix-Burda-Stiftung auch die Kassenärztlichen Vereinigungen der Länder und der Bundesverband der Gastroenterologen einge­bunden. Das Universitätsklinikum Essen soll die Aktion wissenschaftlich begleiten. © hil/aerzteblatt.de

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