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Vermischtes

Deutsches Lipida­pherese-Register gestartet

Dienstag, 3. Juli 2012

Düsseldorf – Ein sogenanntes Lipidapherese-Register haben verschiedene nephrolo­gische und kardiologische Verbände initiiert. Angesiedelt ist es im Wissenschaftlichen Institut für Nephrologie in Düsseldorf.

In Deutschland leiden rund 400.000 Menschen unter Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen. In bestimmten Konstellationen ist eine Lipidapherese-Therapie notwendig, insbesondere bei Patienten mit der vererbten Form einer Hypercholesterinämie und bei Nichtansprechen auf eine diätetische und medikamentöse Therapie.

Etwa 1.300 Patienten erhalten bundesweit diese Therapie. Das extrakorporale Blutreini­gungsverfahren entfernt LDL-Cholesterin und weitere Atherosklerose fördernde Lipopro­teine aus dem Blut. Alle methodischen Lösungen der extrakorporalen Lipidapherese – es sind zurzeit sechs – erfüllen das durch den Gemeinsamen Bundes­aus­schuss (G-BA) geforderte Qualitätskriterium einer mindestens 60-prozentigen Absenkung von LDL-Cholesterin pro Therapiesitzung.

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Die Behandlung erfolgt in der Regel wöchentlich bis zweiwöchentlich ambulant in der Dialyseeinrichtung eines niedergelassenen Nephrologen, in spezialisierten Krankenhäusern oder Universitätskliniken sowie in gemeinnützigen Einrichtungen.

Das Register soll mehr Informationen zur Patientenpopulation und Morbidität, zu Absenkraten, behandelten Volumina, begleitender Medikation und Verträglichkeit liefern. Ein weiterer Anlass für das Register ist die G-BA-Forderung nach einer systematischen Untersuchung der Lipidapherese-Therapie. Das Register soll die Verfahren deshalb auch als etablierte Therapieform sichern.

An dem Register beteiligen sich Experten des Verbandes Deutsche Nierenzentren, der Gesellschaft für Nephrologie Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen, der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung, der Deutschen Vereinten Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin sowie der International Society for Apheresis. Die Stiftung für Nephrologie als Träger des Deutschen Lipidapherese- Registers hat die Finanzierung übernommen. © hil/aerzteblatt.de

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