NewsMedizinUSA: Rückgang von ca-MRSA außerhalb von Kliniken
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Medizin

USA: Rückgang von ca-MRSA außerhalb von Kliniken

Mittwoch, 4. Juli 2012

Fort Sam Houston – Die ca-MRSA-Epidemie in den USA scheint ihren Gipfel überschritten zu haben. Einer Untersuchung des US-Militärs im US-amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2012; 308: 50-59) zufolge ist der Anteil der multiresistenten Keime unter den St. aureus-Isolaten seit 2006 rückläufig.

Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA) gehören zu den gefürchteten Erregern von Haut- und Weichteilinfektionen und Bakteriämien. Diese Infektionen sind insgesamt selten. Unter den Angestellten des US-Militärs (von denen nur eine Minderheit als aktive Soldaten tätig sind) kam es in 56 Millionen-Personen-Jahren nur zu 2.643 positiven Blutkulturen mit Nachweis von St. aureus.

Anzeige

Die Keime wurden außerdem in 80.281 Wunden oder Abszessen nachgewiesen, wobei die Analysen von Michael Landrum vom San Antonio Military Medical Center in Fort Sam Houston/Texas auf Infektionen beschränkt ist, die außerhalb der Klinik (community acquired, ca-MRSA) erworben wurden.

Das große Datenmaterial erlaubt es Landrum, langfristige Trends zu erkennen, auch wenn die Aussagekraft hier wegen des kurzen Untersuchungszeitraums ab 2005 beschränkt bleibt. Nach einem Gipfel im Jahr 2006, als 62 Prozent aller St. aureus-Isolate auf die MRSA entfielen, ist es zu einem Rückgang auf 52 Prozent im Jahr 2010 gekommen.

Dies ist zwar im internationalen Vergleich immer noch sehr hoch. Doch der Rückgang ist nach Einschätzung Landrum auf jeden Fall eine erfreuliche Entwicklung. Die Ursache kann die Studie nicht klären. Ebenso muss offen bleiben, ob die Entwicklung anhält.

© rme/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS

Nachrichten zum Thema

18. November 2019
Stockholm – Im Osten und Süden Europas werden deutlich mehr Antibiotika eingesetzt als in anderen Ländern der Europäischen Union und des europäischen Wirtschaftsraums (EU/EAA). Die Folge ist eine
Antibiotikaresistenzen weit verbreitet, Wissenslücken bei medizinischem Hilfspersonal
29. Oktober 2019
Stockholm – Bei dem multiresistenten Keim, der an 3 Kliniken und einer Reha-Einrichtung in Mecklenburg-Vorpommern 17 Menschen infizierte, von denen 6 erkrankten, handelt es sich um den Stamm
Mecklenburg-Vorpommern: Der multiresistente Erreger könnte aus Russland stammen
21. Oktober 2019
Berlin – Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA), die sich seit den 1990er-Jahren stark ausgebreitet haben und in der Öffentlichkeit als paradigmatisch für die Risiken eines
MRSA in Deutschland weiter auf dem Rückzug
22. August 2019
Berlin – Die Resistenzsituation von Bakterien auf Antibiotika und Antibiotikaklassen hat sich in den vergangenen Jahren in Deutschland für einzelne Erreger unterschiedlich entwickelt. Das zeigt eine
Anteil Vancomycin-resistenter Enterokokken steigt deutlich an
30. Juli 2019
Koblenz – Die Gesundheitsbehörden in Rheinland-Pfalz haben im vergangenen Jahr 291 meldepflichtige Infektionen durch mehrfachresistente Bakterien registriert. Das geht aus der neuen Infektionsbilanz
Zahlreiche meldepflichtige Infektionen durch mehrfachresistente Bakterien in Rheinland-Pfalz
16. Juli 2019
Hamburg – In Hamburg sind im vergangenen Jahr 26 Menschen gestorben, deren Tod mit Krankenhauskeimen in Verbindung steht. Das war ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum Vorjahr, als 69 solche Fälle
Weniger Todesfälle in Hamburg in Verbindung mit Krankenhauskeimen
30. Mai 2019
Tübingen/Göttingen – Die vor gut 2 Jahren neu entdeckte Klasse von Antibiotika (Fibupeptid) könnte langsamer als herkömmliche Reserveantibiotika Resistenzen entwickeln. Zu diesem Schluss kommt ein
LNS

Fachgebiet

Anzeige

Weitere...

Aktuelle Kommentare

Archiv

NEWSLETTER