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Universitätsklinikum Schleswig-Holstein erhält Sonderzahlung für EHEC

Montag, 9. Juli 2012

Kiel – Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) erhält von den gesetzlichen Krankenkassen in Schleswig-Holstein eine Sonderzahlung für den zusätzlichen Aufwand des Klinikums im Zusammenhang mit der EHEC-Epidemie von 1,5 Millionen Euro.

„Die Krankenkassen würdigen damit die professionelle und engagierte Leistung des UKSH in dieser Ausnahmesituation“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Klinik, der AOK Nordwest und des Verbandes der Ersatzkassen in dem Bundesland. Die Klinik hatte 300 EHEC- und HUS-Patienten behandelt.

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Kassen und Klinik betonen, dass die vereinbarte Zahlung eine freiwillige Leistung der Krankenkassen sei, denn das vom Gesetzgeber vorgegebene Abrechnungssystem von Krankenhausbehandlungen über Fallpauschalen sehe zusätzliche Aufwendungen eigentlich nicht vor. Ersatzkassen und AOK haben nach eigenen Angaben ent­sprechende Vereinbarungen aber auch mit den Schwerpunktkrankenhäusern im Land getroffen, die wegen der EHEC-Epidemie ebenfalls Mehraufwendungen hatten.

Sie appellierten aber an die Politik, eine Lösung für derartige unerwartete Zwischenfälle zu finden. „Es darf nicht sein, dass nur die Gemeinschaft der gesetzlich Kranken­ver­sicherten und die betroffenen Krankenhäuser die Kosten einer Epidemie tragen müssen, die die gesamte Gesellschaft betrifft“, so Klinik und Kassen. © hil/aerzteblatt.de

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