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Ärzteschaft

KV Baden Württemberg begrüßt neues Förderprogramm für Landärzte

Mittwoch, 11. Juli 2012

Stuttgart – Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KV) hat das neue Förderprogramm der Landesregierung für Landärzte begrüßt. „Das ist ein wichtiges Signal für die Sicherung der Versorgung und zur Stärkung des Hausarztes in Baden-Württemberg“, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KV, Johannes Fechner.

Bis zu 30.000 Euro Landesförderung kann ein Hausarzt in Baden-Württemberg in Zukunft erhalten, wenn er sich in einer ländlichen Gemeinde ohne Arzt niederlässt. „Mit dem Programm wollen wir den Beruf des Hausarztes auf dem Land gerade auch für junge Menschen attraktiver machen und einen Wechsel in den ländlichen Raum finanziell unterstützen“, sagte die baden-württembergische Sozialministerin Karin Altpeter (SPD).

Das Förderprogramm ist mit knapp zwei Millionen Euro ausgestattet und richtet sich insbesondere an Fachärzte für Allgemeinmedizin, Kinder- und Jugendärzte sowie hausärztlich tätige Internisten. Für eine Förderung stehen je Antragsteller zwischen 10.000 und 30.000 Euro als Landeszuschuss zur Verfügung.

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Die genaue Summe ist davon abhängig, wie ausgeprägt der Arztmangel in dem jeweiligen Fördergebiet ist. Es muss dazu sichergestellt sein, dass in dem Stadt- und Landkreis Neuzulassungen von Hausärzten zulässig sind. Die Höhe der Förderung richtet sich zudem danach, ob der Landarzt einen vollen oder einen partiellen Versorgungsauftrag übernehmen möchte.

Der Ministerin zufolge ist die ambulante ärztliche Versorgung in Baden-Württemberg nach wie vor gut. In den meisten Regionen herrsche rein rechnerisch Überversorgung. In Einzelfällen komme es im ländlichen Raum jedoch lokal begrenzt zu Versorgungs­eng­pässen.

Der KV-Vize Fechner wies darauf hin, dass die Politik und KV bei der Landarztförderung gut zusammenarbeiten. „Als KV haben wir beispielsweise das Projekt RegioPraxisBW gestartet, mit dem wir hausärztliche orientierte Ärztezentren in strukturschwachen Regionen im ländlichen Raum initiieren und diese auch finanziell fördern“, sagte er. © hil/aerzteblatt.de

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