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Telemedizin soll Kommunikation in der Alterstraumatologie verbessern

Donnerstag, 12. Juli 2012

Aachen – Die Rehabilitation und Genesung älterer Menschen mit Knochenbrüchen verbessern soll ein Telemedizin-Projekt in Aachen. Das Vorhaben namens „Telemedizinische intersektorale Rehabilitationsplanung in der Alterstraumatologie“ (TIRA) setzt vor allem bei der Kommunikation zwischen Rehabilitationseinrichtung und Akutklinik an.

„Bei unseren älteren Patienten sind die Verletzungen oft schwer und die Eingriffe groß, gleichzeitig haben diese Menschen häufig noch andere gravierende Erkrankungen“, sagte der Direktor der Klinik für Unfall- und Wiederherstellungschirurgie am Universitäts­klinikum Aachen, Hans-Christian Pape. Bei TIRA kooperiert das Uniklinikum mit zwei Projektpartnern, der Reha-Klinik Schwertbad und dem Haus Cadenbach im Aachener Luisenhospital.

Das Telemedizinzentrum am Universitätsklinikum Aachen erfasst dafür zunächst die Behandlungsdaten des Patienten. Basis dafür ist die sogenannte EFA, die elektronische Fallakte. In ihr speichern behandelnde Ärzte alle relevanten Daten wie Befunde, OP-Berichte, Röntgenbilder, Verlaufskurven und anderes. Die EFA wiederum kann mit einer entsprechenden Berechtigung an fast jedem beliebigen Ort weltweit gelesen werden.

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So lassen sich andere Krankenhäuser oder Reha-Einrichtungen einfacher und effizienter einbinden. Mit wenigen Klicks können selbst weit voneinander entfernte Ärzte in Kontakt treten, über einen Patienten konferieren und gleichzeitig seine aktuelle Krankenakte einsehen.

Diese etablierte und gut funktionierende Technik wollen die Unfallchirurgen nutzen, um gemeinsam mit den beiden Reha-Koooperationspartnern Behandlung und Rehabilitation älterer Patienten zu verbessern: Chirurg und Rehabilitationsmediziner können zum Beispiel schon im Akutkrankenhaus den optimalen Reha-Aufenthalt für den Patienten gemeinsam planen.

Kommt es während der Reha-Aufenthaltes zu Komplikationen, ist der Arzt aus dem Krankenhaus schnell zur Hand: Im Zweifel ist die telemedizinische Konsultation per Videokonferenz und gemeinsamem Einblick in die Krankenakte nur ein paar Klicks mit der Computermaus entfernt, bei Bedarf kann der Arzt im Reha-Haus mit einem Videowagen den Patienten aufsuchen – der Arzt im Uniklinikum schaut ihm dann bei der Untersuchung des Patienten digital über die Schulter und kann dem Patienten sogar Fragen stellen.

Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter in Nordrhein-Westfalen fördert das Programm mit knapp 650.000 Euro. © hil/aerzteblatt.de

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