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Einladungsverfahren zur Darmkrebsvorsorge sinnvoll

Freitag, 13. Juli 2012

Ulm – Schriftliche Einladungen zur Darmkrebsvorsorge nach dem Vorbild des Mammo­graphie-Screenings sind geeignet, um mehr Menschen zu dieser Vorsorgeuntersuchung zu bewegen. Das berichtet der Berufsverband der niedergelassenen Gastroenterologen (bng) im Hinblick auf die Früherkennungs-Koloskopien in Baden-Württemberg.

Dort nehmen offenbar wieder mehr Menschen an der Untersuchung teil. Besonders hervorzuheben ist laut dem bng, dass die Zahl in der Altersgruppe der 55- bis 74-Jährigen nicht weiter gesunken ist. Die Teilnahmerate habe sich nach übereinstimmenden Zahlen des Zentralinstitutes für die Kassenärztliche Versorgung (ZI) und der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg im Jahr 2011 entgegen dem bundesweiten Trend sogar geringfügig erhöht. „Der Zuwachs ist vor allem durch die Inanspruchnahme in der Altersgruppe der 55- bis 59-Jährigen bedingt“, erklärte Lutz Altenhofen vom ZI.

„Diese positive Entwicklung dürfte auch der Einladungskampagne der AOK Baden-Württemberg zu verdanken sein“, sagte Leopold Ludwig vom bng. Die Kasse hatte 2011 rund 45.000 Informationsschreiben an ihre Versicherten im Alter zwischen 55 und 59 Jahren verschickt. „Die vorliegenden Ergebnisse sind sehr ermutigend und legen nahe, dass der Erfolg der Darmkrebsprävention in Deutschland in erster Linie von der Realisierung eines flächendeckenden Informations- beziehungsweise Einladungs­verfahrens abhängen wird“, so Ludwig. © hil/aerzteblatt.de

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