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Zahl der HIV-Neuinfektionen leicht gesunken

Montag, 16. Juli 2012

Berlin – Die Zahl der HIV-Neuinfektionen in Deutschland ist leicht zurückgegangen. So wurden dem Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin im vergangenen Jahr 2.889 neu diagnos­tizierte HIV-Infektionen gemeldet, 2010 waren es 2.939, teilte das RKI am Montag in Berlin mit. Zuvor war nach RKI-Angaben seit 2001 die Zahl gemeldeter HIV-Neuinfek­tionen in Deutschland stetig gestiegen. Angesichts der langen Zuwachsphase sei der Rückgang bemerkenswert, heißt es im Epidemiologischen Bulletin des Instituts vom Montag. Das RKI erfasste im vergangenen Jahr zudem 502 neu an Aids erkrankte Menschen.

Mit rund 55 Prozent der diagnostizierten Neuinfektionen stellten homosexuelle Männer demnach erneut die größte Gruppe. Bei ihnen sank die Zahl der Neuinfektionen von 1.697 im Jahr 2010 auf 1.574 im vergangenen Jahr. Das Institut warnte vor vorschnellen Interpretationen als Trendwende.

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Die Entwicklung sei wahrscheinlich in erster Linie mit einer besseren Behandlung von Menschen mit HIV-Diagnose und einer Ausweitung von niedrigschwelligen Testangeboten zu erklären. Mit Medikamenten könne die Ansteckungsgefahr deutlich vermindert werden, die Tests sorgten dafür, dass weniger Infektionen unbemerkt blieben.

In Deutschland wurden bislang insgesamt 28.453 Menschen mit einer Aids-Erkrankung registriert. 14.294 Todesfälle in Folge der Erkrankung wurden an das RKI berichtet. © kna/aerzteblatt.de

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