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70.000ste offene Herzoperation am Deutschen Herzzentrum

Dienstag, 17. Juli 2012

Berlin ­ – Im Deutschen Herzzentrum Berlin (DHZB) wurde vor kurzem die 70.000ste Herzoperation unter Anwendung einer Herz-Lungen-Maschine durchgeführt. Zugleich feiert der Ärztliche Direktor des DHZB, Roland Hetzer, am 20. Juli den 25. Jahrestag der ersten erfolgreichen Kunstherzimplantation im Herzzentrum, die er 1987 bei einem 53-jährigen Mann aus Süddeutschland durchgeführt hat.

Die Bedeutung von künstlichen Pumpen sei heute höher als die Bedeutung von Transplantationen, sagte Hetzer gestern in Berlin. Der Grund dafür sei der drastische Rückgang der zur Verfügung stehenden Spenderorgane. Im DHZB wurden im vergangenen Jahr 177 Kunstherzen eingesetzt, jedoch noch 62 Transplantationen durchgeführt. Und auch auf Transplantationskongressen befassten sich die Spezialisten heute mehr mit künstlichen Pumpen als mit den eigentlichen Transplantationen.

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Der 70.000ste Patient, der im DHZB am offenen Herzen operiert wurde, ist die 84-jährige Lore Buettner. Sie wurde im Herzzentrum infolge einer Aortendissektion behandelt. „Manche sagen, bei Patienten über 80 Jahren sollte man bei einer Aortendissektion gar nicht mehr operieren“, erklärte Hetzer. „Doch ich habe für dieses Haus von Anfang an die Devise ausgegeben, jeden Patienten aufzunehmen und zu behandeln, egal, wie alt er ist.“

Buettner geht es einige Wochen nach der Operation gut. „Ich fühle mich äußerst wohl“, sagte die gebürtige Leipzigerin. „Und ich bin sehr dankbar, dass ich das alles trotz meiner 84 Jahre noch erlebe. Ich bin sehr dankbar, dass ich leben darf.“

Der 69-jährige Hetzer leitet das DHZB als Ärztlicher Direktor seit dessen Gründung im Jahr 1986. Seine erste Herztransplantation führte er 1983 in Hannover durch. „Das DHZB aufzubauen, war eine faszinierende Herausforderung“, erzählte Hetzer. Es sei damals als größte Herzklinik in Europa geplant gewesen – und das auf der Insel West-Berlin.

„Die Arbeit hat mir immer Spaß gemacht, und noch heute operiere ich sehr gerne“, sagte er. Und was ist nach all den Jahren seine Motivation? „Ein Zentrum zu leiten, über das man sagen kann: Wenn gar nichts mehr geht, kannst du die Patienten immer noch dorthin schicken.“ © fos/aerzteblatt.de

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